Hansa Rostock: Marien und Elgeti denken voraus

Neue Wege bei Einnahmen gesucht

Robert Marien ist Vorstandsvorsitzender des FC Hansa

Robert Marien will auch unbequeme Wege gehen, um die Finanzen voranzubringen. ©Imago/pmk

Während Jens Härtel und sein Team in den Testspielen neue Formationen und Taktiken testen, geht es in der Chef-Etage von Hansa Rostock schon um die Planung über die Rückrunde hinaus. Sowohl Investor Rolf Elgeti als auch Vorstandsvorsitzender Robert Marien sehen dabei klaren Bedarf an weiteren Einnahmen, aber auch Einsparungen.

„Wir verkaufen den Stadionnamen nicht. Durch Graffiti auf der Osttribüne können wir auf dieser Fläche keine Werbung verkaufen, das macht etwa 40 bis 50000 Euro aus. Wir leisten uns eine 2. Mannschaft. Das sind alles heilige Kühe, an die man nicht ran will. Aber kann man sich das leisten? Die Diskussionen muss man führen!“, benennt Marien gegenüber „Bild“ die strittigen Punkte in Sachen Finanzen. Aktuell geriert man durch Konzerte im Stadion zumindest ein paar Einnahmen.

Aufstieg mittelfristig Pflicht

Damit werden vor allem Aspekte angesprochen, bei denen der Verein den Fans in den letzten Jahren entgegen gekommen ist. Gerade wenn es in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht mit dem Aufstieg klappt, müsste aber wohl auch dort der Hebel angesetzt werden. Sonst erreichen die finanziellen Belastungen durch fällige Schulden und mittelfristig notwendige Investitionen in das Stadion ein bedrohliches Niveau.

„Wenn Hansa nachhaltig in der 2. Liga ist, kann man den Verein gesunden. Es wäre besser, wenn man die Schulden auf ein Niveau zwischen 10 und 20 Mio bewegen könnte. Das erscheint mir – nach Aufstieg – auch machbar“, erklärt Rolf Elgeti die Notwendigkeit eines Aufstiegs. Gleichzeitig sei es aus seiner Sicht aber nicht zwingend, dass dieser schon in der nächsten Saison gelingt.

Da aber für Drittliga-Verhältnisse die „Kogge“ ein hohes Budget in Sachen Kader hat, macht der Immobilien-Unternehmer aber auch klar, dass es nur noch wenig Entschuldigungen gebe, sollte Hansa in den kommenden fünf Jahren nicht in der 2. Bundesliga angekommen sein.

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