MSV Duisburg: Der Druck wächst

"Zebras" zeigen Nerven

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2020 | 09:39

Leo Weinkauf vom MSV Duisburg

Leo Weinkauf ist Sinnbild der aktuellen Verfassung des MSV. ©Imago images/Kirchner Media

Lange schien der Aufstieg des MSV Duisburg ungefährdet, doch spätestens seit dem Re-Start kommen die "Zebras" nicht mehr richtig in Tritt. Die Verletzungs-Probleme tragen ihren Teil dazu bei, doch auch die Nerven lassen im eng getakteten Spielplan der Saison-Schlussphase zu wünschen übrig.

Aufstieg ein Muss

Torwart Leo Weinkauf, der beim 0:1 gegen Viktoria Köln nun zum zweiten Mal innerhalb einer Woche mit einem schweren fußballerischen Patzer dem Gegner ein Tor schenkte, ist Sinnbild dieser Entwicklung, auch wenn ihm Kollegen und Trainer den Rücken zu stärken versuchten.

Angreifer Leroy-Jacques Mickels etwa erklärte bei Magenta Sport: "Ich will es gar nicht an ihm festmachen, wir müssen vorne auch unsere Dinger machen."  Doch tatsächlich fehlte es auch an wirklich herausgespielten, guten Möglichkeiten, die man hätte verwerten können. "Der Druck wächst auf jeden Fall", räumte Mickels ein und ließ keinen Zweifel an den Erwartungen im Klub: "Wir müssen aufsteigen."

Sein Trainer Torsten Lieberknecht haderte vor allem mit den ersten 35 Minuten, in dem er von der gewohnten Spielstruktur seiner Elf nichts erkennen konnte. "Das Spiel sitzt mir extrem im Rückenmark", gab der 46-Jährige sichtlich gezeichnet zu.

Immerhin haben die Meidericher die Gewissheit, auch nach diesem Spieltag zumindest noch auf einem geteilten Relegationsrang zu stehen. Am Wochenende geht es dann jedoch gegen einen abstiegsbedrohten HFC, der sicherlich mindestens das gleiche Maß an Kampfgeist wie gestern die unbequemen Kölner an den Tag legen wird.

Das Restprogramm des MSV Duisburg