MSV Duisburg: Lieberknecht freigestellt

Nachfolger soll am Sonntag vorgestellt werden

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 10.11.2020 | 09:09
Torsten Lieberknecht

Torsten Lieberknecht ist nicht mehr für den MSV Duisburg verantwortlich. ©imago images/MaBoSport

Der MSV Duisburg hat seinen Trainer Torsten Lieberknecht freigestellt. Das teilten die Meidericher am Morgen nach der 1:3- Niederlage gegen Viktoria Köln mit. Ein Nachfolger soll am kommenden Sonntag nach dem Spiel gegen Türkgücü München präsentiert werden, wie der Klub verkündete. Auf die Partie werden die bisherigen Co-Trainer Marvin Compper, Branimir Bajic und Sven Beuckert das Team vorbereiten und während des Auswärtsspiels auch coachen.

„Wir haben in dieser Saison auch nach acht Spielen nicht zu Konstanz und Stabilität gefunden. Die Ergebnisse stimmen nicht, und eine positive Entwicklung haben wir leider auch nicht erkennen können. Das macht diesen Schritt jetzt notwendig. Denn die Mannschaft hat Potenzial, und wir sind überzeugt davon, dass wir mit diesem Potenzial wieder in die Erfolgsspur kommen“, erklärte Sportdirektor Ivica Grlic die Entscheidung.

Nachfolger schon gefunden?

Lieberknecht hatte den MSV im Oktober 2018 in der 2. Bundesliga übernommen, konnte den Abstieg allerdings nicht verhindern. Im Vorjahr formte er um Kapitän Moritz Stoppelkamp eine Mannschaft, die lange um den Aufstieg mitspielte, die Liga gar vom 14. bis zum 32. Spieltag anführte.

Mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Saisonpartien verspielten die „Zebras“ allerdings die Rückkehr ins Fußball-Unterhaus und bestätigten den Negativtrend auch in der nun laufenden Spielzeit. Erst zwei Siege stehen aus acht Partien in der Bilanz der Duisburger, die als Tabellen-17. den eigenen Ansprüchen hinterherrennen und sich statt mit dem Aufstiegsrennen zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigen müssen.

Einen Nachfolger hat der MSV, so lässt es die offizielle Mitteilung des Vereins zumindest vermuten, offenbar schon gefunden: Die Vorstellung solle nach dem Türkgücü-Spiel stattfinden, „bis dahin wird er seine Arbeit mit dem Team nicht aufnehmen können, sondern muss zunächst zwei negative Corona-Tests absolvieren, um zur Mannschaft zu stoßen.“