MSV Duisburg: Mit Youngstern aus dem Keller?

Ghindovean und Hettwer bringen frischen Wind

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 18.01.2021 | 11:45
Darius Ghindovean

Darius Ghindovean überzeugte gegen Meppen. ©Imago images/MaBoSport

Die rote Laterne durfte der MSV Duisburg durch den 1:0-Sieg gegen den SV Meppen abgeben, weiterhin bleibt die Lage jedoch angespannt an der Wedau. Die Spielweise der Zebras vermag zu wenig Aufbruchstimmung verleiten, das obliegt eher zwei Personalien in der Anfangself.

So standen mit Darius Ghindovean und Julian Hettwer zwei MSV-Talente von Beginn an auf dem Platz. Letzterer ist erst 17 Jahre alt und feierte sein Startelf-Debüt. Das ist durchaus riskant, wo doch im Abstiegskampf durchaus nach gestandenen Typen verlangt wird. MSV-Trainer Gino Lettieri sieht die Sache jedoch pragmatischer.

„Wer bei mir Leistung bringt, der spielt. Ob jung oder alt interessiert mich eigentlich gar nicht. Diese zwei Jungs haben Gas gegeben im Training, haben sich aufgedrängt“, so Lettieri über seine beiden Youngster.

Weitere Einsätze wahrscheinlich

Ghindovean ging bereits in der vergangenen Saison die ersten Schritte im Drittliga-Team, in jüngerer Vergangenheit nutzte er die Ausfälle von Mirnes Pepic, Maximilian Jansen und Connor Krempicki und das dadurch entstehende personelle Vakuum in der Mittelfeld-Zentrale, um Eigenwerbung für sich zu betreiben – mit Erfolg, denn gegen den SV Meppen zeigte das Eigengewächs eine gute Vorstellung.

Hettwer ist eigentlich noch A-Jugendlicher, war aber bereits vor der Mini-Winterpause als Joker bei den Profis gefragt. Im Testspiel gegen Rödinghausen Anfang Januar konnte er sich in die Torschützenliste eintragen. Sein Pfund: Die Schnelligkeit, mit der er laut Lettieri gegen Meppen in gefährliche Räume vorstoßen sollte.

Die eigentliche Sturmspitze Vincent Vermeij agierte deshalb etwas tiefer als gewohnt. Das interessante taktische Experiment war Mitte der zweiten Halbzeit beendet, als Hettwer für David Tomic Platz machte und kurz darauf Vermeij verletzungsbedingt vom Platz musste. Wie schwer es den Torjäger erwischt hat, ist noch offen.

Hoffnungen auf weitere Einsätze darf sich Hettwer, aber auch Ghindovean unabhängig davon machen: „Was die Zukunft ergibt, weiß ich nicht, aber ich denke von Spiel zu Spiel und wenn solche jungen Leute besser trainieren und mit hundertprozentiger Einstellungen dabei sind, dann spielen sie auch“, so Lettieri.