MSV Duisburg nutzt Lauterer Standard-Schwäche

Lieberknechts Plan geht auf

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2020 | 08:45
Vincent Vermeij beim MSV Duisburg

Kein Grund zur Skepsis: Vincent Vermeij traf nach Corona bereits dreimal. ©Imago images/Hartmut Bösener

Der MSV Duisburg untermauert seine Aufstiegs-Ambitionen: Der gestrige 3:1-Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern war der zweite Sieg in Folge, der auf einer veränderte Herangehensweise sowie einer guten Analyse der gegnerischen Schwächen beruht.

So veränderte Trainer Torsten Lieberknecht die Takik, stellte auf zwei Spitzen um, was sich vor dem 1:0 promt auszahlte, als der dieses Mal als zweite Sturmspitze agierende Leroy-Jaques Mickels aufgrund seiner Schnelligkeit nicht mehr einzuholen war und souverän abschloss.

Dass der MSV nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich drei Punkte mit an die Wedau nehmen konnte, verdankte er zwei Treffern nach Ecken – was einem einstudierten Muster folgte. „Diese Woche haben wir gut an den Standards gearbeitet“, wird etwa Mittelfeldmann Max Jansen nach dem Spiel auf der MSV-Homepage zitiert – damit ging Lieberknechts Plan auf: „Bei den Standards wussten wir, dass der FCK momentan sehr anfällig ist, eine sehr große Nervosität ausstrahlt und das konnten wir ausnutzen“, sagte Lieberknecht nach dem Spiel in der ARD.

Richtungsweisendes Duell

Ausgenutzt wurde die Lauterer Schwäche nicht nur durch Max Jansen, der seine Tor-Premiere im Profi-Fußball feierte, sondern auch in Person von Vincent Vermeij, der damit seit Corona in jedem Spiel, in dem er auf dem Platz stand, traf.

Wie im Hinspiel gegen den FCK hieß es deshalb am Ende 3:1 für die Zebras. Wie wichtig es dabei war, dass der Plan mit den Ecken aufging, ist auch an der Aussage des gegnerischen Trainers abzulesen:  “Wir haben das Spiel über Standards verloren, völlig unnötig”, so Boris Schommers und weiter: “Das haben wir uns selber eingeschenkt.“

Weiter geht es für den MSV am Samstag gegen die Würzburger Kickers, die die Aufstiegsränge angreifen. Dann muss neben einem offensiven Plan aber auch an der Defensive gearbeitet werden. Diese präsentierte sich auch gegen Lautern nicht vollends sattelfest – und die Kickers kommen mit der Empfehlung von neun Treffern in vier Spielen seit dem Re-Start an die Wedau.

Das Restprogramm des MSV Duisburg