MSV Duisburg: Überlegt in den Zweikämpfen

Kein Drittligist sieht seltener Gelb

Moritz Stoppelkamp

Mit sieben gelben Karten ist Moritz Stoppelkamp das „Raubein“ an der Wedau. ©imago images/Team2

Bis zur Unterbrechung war der MSV Duisburg auf Kurs, den im letzten Jahr erlebten Abstieg direkt wieder auszumerzen. Drei Punkte beträgt der Vorsprung der „Zebras“ auf den Relegationsplatz – wobei nach der Absage des Re-Starts am 26. Mai weiterhin unklar ist, wie es weitergeht.

Während nur klar ist, dass der DFB an einem Saisonende bis Juni festhält, befindet sich der MSV seit vergangenem Freitag wieder im Mannschaftstraining. Dort dürfen nun auch wieder Zweikämpfe geführt werden, mit Blick auf die Bilanz bis zur Unterbrechung ohnehin eine Paradediszplin der Lieberknecht-Elf.

Fairstes Team der Liga

Denn so umsichtig wie der MSV bestreitet kein Team der 3. Liga seine Duelle Mann gegen Mann: Nur 39 gelbe Karten mussten die Unparteiischen Duisburg zeigen – Liga-Bestwert. Zum Vergleich: Am Anderen Ende der Skala rangieren Chemnitz und Uerdingen, die fast doppelt so viele gelbe Kartons (jeweils 72) gezeigt bekamen.

Auch wenn die Platzverweise hinzugerechnet werden, kann sich die Fairness an der Wedau noch sehen lassen. Mit Arne Sicker (10. Spieltag gegen Jena) und Ahmet Engin (27. Spieltag gegen Magdeburg) sahen erst zwei „Zebras“ glatt Rot, eine Ampelkarte hingegen wurde noch nicht gezückt.

Zwei Spielern droht Gelbsperre

Dass Duisburg zudem beide Spiele in Unterzahl unterstreicht, dass die Mannschaft in brenzligen Situationen die Ruhe bewahrt. Das sollten – sofern die Saison fortgesetzt wird – auch Vincent Vermeij und Sicker beachten.

Das Duo steht derzeit bei vier gelben Karten, ist folglich nur noch eine Verwarnung davon entfernt, ein Spiel pausieren zu müssen. Damit das nicht passiert, hat Trainer Torsten Lieberknecht aber nun seit Freitag wieder die Möglichkeit eventuell verloren gegangenes Timing in Zweikämpfen wieder einzustudieren.