MSV Duisburg: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Stanislav Iljutcenko, Andreas Wiegel & Co.

Stanislav Iljutcenko beim MSV Duisburg

Stanislav Iljutcenko hatte mit seinen Toren zum letzten Aufstieg des MSV beigetragen. ©imago images/Revierfoto

Für den MSV Duisburg bestritt Stanislav Iljutcenko 129 Spiele in denen er 47 Tore erzielte. Nach vier Jahren und dem erneuten Abstieg mit den „Zebras“ entschied der Angreifer im Sommer, dass es Zeit für etwas Neues ist.

Und es wurde etwas ganz Neues: Nach Südkorea führte der Weg des 29-Jährigen. Wie kam es dazu, obwohl es, wie Iljutcenko Liga-Drei.de verriet, auch Angebote aus Deutschland gab?

Asien sei schon länger eine Option gewesen, berichtet der Stürmer, der sich dann in Absprache mit Beratern und Familie für das Angebot der Pohang Steelers entschied.„Hier muss natürlich auch erwähnt werden, dass die Pohang Steelers der Rekordgewinnner der Asia Champions League sind und zu den größten Vereinen Asiens gehören. Zudem hat natürlich auch der finanzielle Rahmen gestimmt.“

Hilfe von anderem Ex-Zebra

Da in Korea jedoch nach dem Kalenderjahr gespielt wird, war der Einstieg dort schon allein sportlich nicht ganz leicht. „Somit hatte ich keine richtige Saisonvorbereitung, sondern nur zwei Wochen, in denen ich bei sehr hohen Temperaturen sehr hart und intensiv trainiert habe, um bei meinem ersten Spiel für die Steelers in bestmöglicher Form zu sein.“, erinnert sich der Blondschopf.

Dafür seien er und seine Familie aber sehr gut aufgenommen worden, sodass sich die Iljutcenkos trotz fremder Kultur und Sprache in der neuen Heimat wohl fühlen. Wertvolle Tipps gab ihm übrigens Ex-MSV-Kollege und Südkoreaner Young-Jae Seo.Ja, natürlich habe ich mit Seo gesprochen und mich über Verein, Stadt und das Leben in Korea informiert und bin ihm dankbar für seine Informationen und seine Hilfe. Da sein Feedback ausschließlich positiv ausfiel, hat es mich in meiner Entscheidung bestärkt.“

Auch fußballerisch lief es dann für den gebürtigen Russen bald rund, acht Tore erzielte er in 16 Spielen. „Der Anspruch und das Ziel ist es die Top 3 zu erreichen und somit die Qualifikation für die ACL (Asia Champions League).“, macht er auch klar, dass man mit weniger auch nicht zufrieden wäre bei den Steelers.

Partien der K-League anzuschauen kann Iljutcenko übrigens nur empfehlen. „Das Spiel ist sehr schnell. Es gibt oft einen offenen Schlagabtausch, was für die Zuschauer natürlich sehr schön anzusehen ist.“

Cauly Oliveira Souza vom SC Paderborn

Für Cauly Oliveira Souza ging es eine Liga hoch statt runter. ©Imago images/foto2press

Die übrigen Abgänge:

Christian Gartner & Joseph Baffo
Beide laborieren noch immer an den Folgen ihres jeweiligen Kreuzbandrisses und fanden dementsprechend im Sommer keinen neuen Verein.

Gerrit Nauber
Der Innenverteidiger war eine der positiveren Erscheinungen im Abstiegsjahr, blieb dementsprechend in der 2. Bundesliga. Der SV Sandhausen wurde sein neuer Klub. In allen 13 Saisonspielen des SVS spielte er von Anfang bis Ende durch.

Borys Tashchy
Der Sturmkollege von Stanislav Iljutcenko hielt sich ebenfalls in der 2. Bundesliga und ging zum FC St. Pauli. Verletzungsbedingt kam er dort aber erst zu vier Spielen.

Young-jae Seo
Der Südkoreaner, der sich beim MSV keinen Stammplatz sichern konnte, ging etwas überraschend zu Holstein Kiel. Dort lief er bisher dreimal auf, zuletzt durfte er beim 1:1 gegen den HSV durchspielen.

Lukas Fröde
Während es für den MSV abwärts ging, stieg der KSC auf und griff auf dem Weg nach oben Lukas Fröde bei den „Zebras“ ab. Der Mittelfeldspieler avancierte gleich zum Stammspieler in Karlsruhe.

Kevin Wolze
Mit dem VfL Osnabrück sicherte sich ein weiterer Aufsteiger die Dienste eines Duisburgers. Der torgefährliche Linksverteidiger Kevon Wolze wechselte an die Bremer Brücke. Auch dort ist er gesetzt.

Fabian Schnellhardt
Der Leistungsträger der letzten Jahre verstärkte das zentrale Mittelfeld von Darmstadt 98, blieb also auch in der 2. Bundesliga. Allerdings stand er erst fünfmal in der Startelf der „Lilien“, hat also noch nicht die tragende Rolle aus MSV-Zeiten übernehmen können.

Cauly Oliveira Souza
Der Brasilianer schaffte es sogar in die Bundesliga. Aufsteiger Paderborn verpflichtete den 24-Jährigen. Mit neuen Einsätzen und zwei Toren schlägt er sich persönlich recht beachtlich, der SCP ziert jedoch abgeschlagen das Tabellenende.

Daniel Mesenhöler
Beim MSV zur Halbserie von Felix Wiedwald verdrängt, ist der Keeper wie sein Ex-Verein in der 3. Liga unterwegs. Bei Viktoria Köln hat er sich den Stammplatz zwischen den Pfosten gesichert.

Felix Wiedwald
Von Eintracht Frankfurt in der Rückrunde an den MSV verliehen musste der Torwart zurück an den Main, ohne dort hinter Kevin Trapp und Frederik Rönnow eine realistische Chance zu haben. Immerhin durfte er dreimal in der Europa League Qualifikation ran und rückte nach der Verletzung von Trapp zur Nummer zwei auf.

Havard Nielsen
Wie Wiedwald wurde auch der Angreifer in der Rückrunde ausgeliehen, um den Abstieg zu verhindern. Zu Fortuna Düsseldorf kehrte er allerdings nicht zurück, sondern wurde von seinem Stammverein an Greuther Fürth abgegeben. Dort war er in allen Saisonspielen im Einsatz, traf einmal und bereitete zwei Treffer vor.

Dustin Bomheuer
Der Abwehrrecke ging zu Mitabsteiger Magdeburg, ist aber von Knieproblemen geplagt und bestritt noch kein Spiel für den FCM.

Thomas Blomeyer
Der 23-Jährige war bereits in der Rückrunde an die Sportfreunde Lotte verliehen. Beim MSV plante man nicht mehr unbedingt mit ihm, sodass er Anfang September in Österreichs 2. Liga ging. Bei Austria Klagenfurt kommt er regelmäßig zum Zuge.

John Verhoek
Der niederländische Angreifer wechselte zu Hansa Rostock. In sieben Saisoneinsätzen gelang ihm noch kein Tor.

Andreas Wiegel
Der Rechtsverteidiger spielt in Belgiens 1. Liga, der Jupiler League. Der 28-Jährige avancierte gleich zum Stammspieler, steckt allerdings mit seinem Team Waasland-Beveren im Abstiegskampf.

Joseph-Claude Gyau
Der US-Amerikaner wollte in seine Heimat, um seine Chancen auf die Nationalelf zu steigern. Beim FC Cincinnati ist er nach kurzer Anlaufzeit zu einem Stammplatz gekommen. Die Länderspiele im Oktober fanden dennoch ohne ihn statt.

Yanni Regäsel & Enis Hajri
Beide sind nach dem Vertragsende im Sommer noch ohne neuen Klub.

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