MSV Duisburg will „oben mitmischen“

Sportdirektor spricht über Kaderplanung

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 17.08.2020 | 09:39
Ivica Grlic beim MSV Duisburg

Blick voraus: Ivica Grlic plant die kommende Saison des MSV Duisburg. ©Imago images/foto2press

Der MSV Duisburg sieht sich in diesem Sommer einem mehr oder minder großen Umbruch ausgesetzt. Mit dem Abgang von Leistungsträger Tim Albutat war nicht zu rechnen, darüber hinaus wechselt Marvin Compper bekanntlich in den Trainerstab, während es auch in der Führungsebene eine Veränderung gibt: Michael Klatt verlässt den Verein.

„Unterschiedliche Ansichten über die Strategie zum Erreichen der wirtschaftlichen Stabilität für den MSV“, wie Klatt selbst sagte, waren dafür der Grund, generell ist das Thema Finanzen derzeit eine der größten Baustellen beim MSV. In diese ist auch Sportdirektor Ivica Grlic involviert, spricht mit möglichen Sponsoren. Das Ziel: Wege zu finden, trotz der Einsparungen die Möglichkeit zu schaffen, dass wir einen Kader zusammenstellen, mit dem wir oben mitmischen wollen“, wie er jetzt im Kicker (Ausgabe vom 17.8.2020) sagte.

Defensiv-Zentrale im Fokus

In der vergangenen Saison gelang Grlic dies zunächst gut. Der Umbruch nach dem Abstieg wurde gemeistert, lange galoppierten die Zebras vorneweg, um letztlich im Aufstiegsrennen aufgrund eines zu dünnen Kaders noch abgefangen zu werden.

Jetzt müssen Leistungsträger wie Tim Albutat ersetzt werden, genau auf seiner Position im defensiven Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung seien die Zebras noch auf der Suche nach Verstärkungen, so Grlic, der den MSV als „Ausbildungsverein“ sieht.

Deutlich wird das am Abgang von Lukas Daschner, auf den die Zebras vorbereitet waren, mit der Verpflichtung von Mirnes Pepic schnell reagierten. Dennoch wartet noch viel Arbeit auf die Meidericher, wenn sie wie anvisiert wieder eine Rolle im oberen Teil der Tabelle spielen wollen. Nicht zuletzt gilt es diesmal den Kader auch in der Breite besser zu besetzen.