SV Wehen Wiesbaden: Ärger über Andrichs Ausraster

Kritik wegen zweiter Roter Karte in kurzer Zeit

"Wiederholungstäter": Robert Andrich in der Kritik

Wiesbadens Sündenbock: Robert Andrich © imago/picture-point-le

Nach dem womöglich schon endgültigen Aus des SV Wehen Wiesbaden im Rennen um den direkten Zweitliga-Aufstieg ist „Rotsünder“ Robert Andrich zum Sündenbock für die mutmaßlich entscheidende 0:1-Pleite bei Preußen Münster geworden. Trainer Rüdiger Rehm und auch Kollegen kritisierten den Mittelfeldspieler für seinen unnötigen Platzverweis wegen einer Disziplinlosigkeit.

Er hat uns sehr geschadet. (SVWW-Coach Rüdiger Rehm)

„Das darf ihm einfach nicht passieren“, meinte Rehm im Wiesbadener Kurier zu Andrichs überflüssigem Tritt gegen Cyrill Akono kurz vor der Pause und machte den Mittelfeldspieler aufgrund der entstandenen Unterzahl für den Rückschlag im Aufstiegskampf zumindest mitverantwortlich: „Er hat uns damit sehr geschadet.“

Auch Routinier Alf Mintzel war im Fachmagazin Kicker (Heft 30 vom 09.04.2018) nicht gut auf Andrich zu sprechen. „Es herrscht eine Drucksituation, aber da muss man sich besser unter Kontrolle haben“, sagte der der erfahrene Abwehrspieler.

Zweiter Platzverweis in kurzer Zeit

Der Unmut im SVWW-Lager über Andrich ist nachvollziehbar. Schließlich hatte der 23-Jährige erst kürzlich eine Drei-Spiele-Sperre aus dem Duell mit den Sportfreunden Lotte abgesessen und musste nun schon zum zweiten Mal binnen fünf Wochen vorzeitig vom Platz. Als „Wiederholungstäter“ droht Andrich nun eine noch längere Zwangspause und damit womöglich schon das vorgezogene Ende der Saison.

Dabei könnten die Hessen Andrich in den letzten fünf Begegnungen gut brauchen. Zwar scheint der direkte Sprung in die zweite Liga angesichts des Rückstands von momentan fünf Punkten auf den 1. FC Magdeburg, der noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat, kaum noch möglich. Doch dürfte sich Wiesbaden möglicherweise noch bis zum letzten Spieltag ein Duell mit dem nur einen Zähler zurückliegenden Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC um den dritten Rang und die Teilnahme an der Relegation liefern.

Rehm blickt dem Endspurt, in dem für das bevorstehende Topspiel gegen Magdeburg (Freitag) auch Simon Brandstetter wegen einer Gelb-Rot-Sperre fehlt, zuversichtlich entgegen: „Wir haben es weiter in der eigenen Hand, etwas Großes zu schaffen.“

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