SV Wehen Wiesbaden: Ärger um Bremen-Termin

Wegen Karneval droht Sonntag eine Minuskulisse

Kein Verständnis für DFB-Entscheidung: Wiesbadens Coach Rüdiger Rehm

Über Sonntag-Termin verärgert: SVWW-Coach Rüdiger Rehm © imago

Beim SV Wehen Wiesbaden herrscht weiterhin Unmut über die Ansetzung des Punktspiels gegen Werder Bremen II am Sonntag. Die Hessen haben kein Verständnis für die Terminierung der Begegnung am Karnevalssonntag durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und fürchten einen Negativrekord bei der Zuschauerzahl.

Das ist extrem unglücklich. (SVWW-Coach Rüdiger Rehm)

Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm macht aus seiner Verärgerung kein Hehl. „Das ist extrem unglücklich für alle Seiten“, sagte der SVWW-Coach im Wiesbadener Kurier.

Sicherheitsbedenken wegen Erstliga-Spiel in Frankfurt

Der DFB begründete seine Entscheidung und die Ablehnung von Wiesbadens Antrag auf Vorverlegung mit Sicherheitsbedenken. Am Drittliga-Kernspieltag findet unweit von Wiesbaden auch das Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln statt. Deswegen wäre nur am Sonntag eine ausreichende Sicherheit zu gewährleisten.

Für Rehm stellt das Duell seiner Elf gegen die Hanseaten allerdings alles andere als ein Risiko dar. Er könne sich nicht vorstellen, meinte der Trainer, „dass es gegen Bremens Talente besonderer Maßnahmen bedarf“. Die Zahl des Bremer Anhangs sei überschaubar, und zudem seien die mitreisenden Werder-Fans in der Liga nicht als gewaltbereit bekannt.

Aufgrund des gleichzeitigen Karnevals in der Wiesbadener Innenstadt befürchtet der SVWW jedoch nunmehr das Ausbleiben vieler Zuschauer. Schon jetzt hätten viele der 700 Inhaber von Dauerkarten durchblicken lassen, die Begegnung von Rehms Mannschaft mit Bremen wegen des närrischen Treibens nicht besuchen zu wollen. Darüber hinaus erschweren Sperrungen von mehreren Straßen im Stadtgebiet die Zufahrt zum Stadion.

Auf der SVWW-Geschäftsstelle schließen die Verantwortlichen denn auch eine Minuskulisse nicht aus. Der bisherige Tiefstwert für ein Wiesbadener Pflichtspiel liegt bei 1460 Besuchern und datiert aus dem vorigen November beim Spiel gegen Aufsteiger Carl Zeiss Jena.