SV Wehen Wiesbaden: Frankfurter Farmteam-Pläne

Zusammenarbeit von SVWW-Aufstieg abhängig

Farmteam-Pläne noch ohne Bedeutung: SVWW-Sportchef Christian Hock

Aufstieg als Priorität: SVWW-Sportdirektor Christian Hock © imago/revierfoto

Beim SV Wehen Wiesbaden herrscht gegenüber Gedankenspielen des benachbarten Bundesligisten Eintracht Frankfurt zu einer engeren Kooperation Zurückhaltung. Sportdirektor Christian Hock verwies in einer ersten Reaktion auf Pläne seines Eintracht-Kollegen Bruno Hübner für eine Umfunktionierung der Wiesbadener Drittliga-Mannschaft zu einem sogenannten Farmteam der Adler bezüglich einer konkreten Umsetzung auf mehrere ungeklärte Fragen.

Wir haben schönere Sorgen. (SVWW-Sportdirektor Christian Hock)

Hock betonte im Wiesbadener Kurier, dass „in dieser Richtung noch keine Gespräche“ stattgefunden hätten. Darüber hinaus stellte der Ex-Profi eine Zusammenarbeit mit der Eintracht vor dem Hintergrund von Wiesbadens Aufstiegsambitionen infrage: „Wir haben schönere Sorgen.“

Eintracht-Probleme ohne eigenes U23-Team

Frankfurt verfügt seit der Auflösung seiner U23-Mannschaft vor gut vier Jahren Spielern im Übergang aus dem Junioren-Bereich zu den Profis keine eigenständige Plattform zur Weiterentwicklung mehr. Inzwischen jedoch hat der Pokalfinalist diese Situation als Manko erkannt.

Hübner, einst selbst als Vizepräsident und Manager beim SVWW tätig, griff deswegen nun die schon nicht mehr ganz neue Idee einer Zusammenarbeit mit den Wiesbadenern auf. Vielversprechende Talente sollen in einem solchen Farmteam als Leihspieler Erfahrungen sammeln und reifen können, so die Vorstellungen des 57-Jährigen.

„Das könnte klappen“, unterstrich Hübner seine Entschlossenheit zur weiteren Erörterung von Umsetzungsmöglichkeiten des Projektes. Als besonderen Vorteil gilt die unmittelbare Nachbarschaft beider Klubs. Hübner: „Die räumliche Nähe spricht dafür.“

Vor einer Klärung von Wiesbadens künftiger Klassenzugehörigkeit dürften jedoch intensivere Gespräche wenig Sinn ergeben. Im Falle der SVWW-Rückkehr in die zweite Liga erscheint eine Kooperation nach Hübners Plänen vordergründig kaum zu realisieren. Lediglich für den Fall mindestens einer weiteren Drittliga-Saison des Klubs aus der hessischen Landeshauptstadt könnten Verhandlungen greifbare Ergebnisse bringen.

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