SV Wehen Wiesbaden: Geht’s noch weiter bergab?

Trainer Fröhling von Teamleistung enttäuscht

Marcus Kolke vom SV Wehen Wiesabden

Enttäuschend. Wiesbaden um Keeper Kolke konnte auch in Erfurt nicht punkten. ©Imago

Wenn der Torwart die beste Chance des ganzen Spiels für seine Mannschaft hat, dann stimmt etwas nicht. Genauso war es am Samstagnachmittag, als Wehens Keeper Markus Kolke in der Nachspielzeit an seinem Erfurter Pendant Philipp Klewin scheiterte. Es wäre der glückliche, aber wahrlich nicht verdiente 1:1-Ausgleichstreffer für den SVWW gewesen.

Kein Männerfußball. (Patrick Funk)

Zuvor hatte Wiesbaden eine sehr schwache, wenn nicht gar die schlechteste Saisonleistung abgeliefert. Rechtsverteidiger Patrick Funk ging mit sich und seinen Teamkollegen dementsprechend hart ins Gericht – im kicker (Heft 88 vom 31.10.2016) sagte er: „Das war ideenlos, kein Männerfußball.“ Und sein Coach Torsten Fröhling ergänzte: „Wir sind in alte Zeiten zurückgefallen.“

Heimstärke ist weg

Dabei hatte es zwischenzeitlich so gut ausgesehen für die Wehener, vor allem das 3:0 gegen den Spitzenreiter MSV Duisburg Mitte September war beeindruckend. Allerdings agiert der SVWW einfach zu inkonstant: Nach dem Erfolg gegen die Zebras folgten in sechs Spielen zwei Siege, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden.

Vor allem in der heimischen BRITA-Arena läuft es momentan einfach nicht rund: Von den bisherigen sechs Heimspielen hat Wiesbaden nur zwei gewonnen, erzielte zuletzt 2-mal in Folge nicht einmal ein Tor (0:3 gegen Magdeburg, 0:0 gegen Kiel). Die nächste Chance, es besser zu machen, gibt es am Samstag gegen den Chemnitzer FC. Springt dabei erneut kein Sieg heraus, droht der Verlust des unmittelbaren Anschlusses an Platz drei.