SV Wehen Wiesbaden: Rehm sieht noch alle Chancen

SVWW-Coach liebäugelt mit Direktaufstieg

Direktaufstieg nicht ausgeschlossen: Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm

Zuversicht im Aufstiegskampf: SVWW-Trainer Rüdiger Rehm © imago

Beim SV Wehen Wiesbaden schwört Trainer Rüdiger Rehm seine Mannschaft auf den anziehenden Endspurt im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg ein. Dabei hat der Coach des Tabellendritten offenbar auch noch einen Angriff auf die beiden direkten Aufstiegsplätze im Hinterkopf.

Die Doppel-Rolle der Hessen als Jäger des Spitzenduos 1. FC Magdeburg und SC Paderborn und als von mehreren Rivalen gejagte Mannschaft nimmt Rehm mit gemischten Gefühlen an: „Sowohl als auch – aber zugleich weder noch“, antwortete der 39-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin Kicker (Heft 19 vom 01.03.2018) auf eine entsprechende Frage mit augenzwinkerndem Sprachwitz.

Rehms Hauptaugenmerk liegt derzeit noch besonders auf der Sicherung des Aufstiegsrelegationsplatzes. „Die Vereine hinter uns machen richtig Druck“, mahnte der gebürtige Heilbronner vor dem Duell bei Abstiegskandidat Chemnitzer FC (Samstag) zu Konzentration.

Es ist noch alles drin. (SVWW-Trainer Rüdiger Rehm)

Allerdings scheint der SVWW-Trainer auch mit der Rückkehr seiner Elf in die zweite Liga auf dem direkten Weg zu liebäugeln: „Es ist noch alles drin.“

Chance auf Tabellenführung blieb ungenutzt

Schon deutlich mehr drin wäre für Wiesbaden ohne die Schwächephase kurz nach Ende der Winterpause. Vor dem Erfolg zuletzt gegen Halle (3:1) erlaubte sich der Ex-Zweitligist drei Spiele ohne Sieg (zwei Punkte) in Serie.

Dadurch konnten Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC inzwischen gleichziehen und Hansa Rostock mit noch einem Spiel weniger bis auf einen Punkt heranrücken. Auch für den Tabellensechsten Fortuna Köln ist der SVWW noch in Reichweite.

Noch ärgerlicher muss für Rehms Team der Blick nach oben sein: Im Falle von Siegen in den drei Begegnungen ohne Erfolg gegen die Relegationsrivalen KSC und Köln sowie Kellerkind Werder Bremen II wäre Wiesbaden aufgrund von unerwartet vielen Punktverlusten von Magdeburg und Paderborn im neuen Jahr sogar Tabellenführer.

Rehm bleibt allerdings gelassen und scheint zunächst noch keine Vorentscheidungen im Aufstiegsrennen zu erwarten: „Wir müssen unseren Weg gehen und daran arbeiten, unser Spiel zu verbessern. Es ist noch ein weiter Weg für uns.“