SV Wehen Wiesbaden: Rehm-Team zwischen Frust und Trotz

Relegations-Chancen sinken immer weiter

Glaubt weiter an die Relegationschance: Wiesabdens Abwehrchef Sascha Mockenhaupt

Demonstrativ selbstbewusst: SVWW-Abwehrchef Sascha Mockenhaupt © imago/jan huebner

Auf der Zielgeraden im Rennen um den Relegationsplatz kämpft der SV Wehen Wiesbaden hauptsächlich mit sich selbst. Nach der Fortsetzung ihrer Pleitenserie durch das 0:2 bei Hansa Rostock herrscht bei den Hessen zwar keine Resignation, doch zum inzwischen zunehmend trotzig erscheinenden Glaube an das letzte verbliebene Saisonziel mischt sich immer mehr Enttäuschung.

„Wir können nicht permanent einem Rückstand hinterherlaufen“, klagte Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm im Wiesbadener Kurier über die zahlreichen vergebenen Chancen seines Teams vor Rostocks letztlich schon vorentscheidendem Führungstreffer. Mit Blick auf das Duell mit dem Karlsruher SC um Rang drei sprach der 39-Jährige verständlicherweise von einer „bitteren Niederlage“.

So weit rechnerisch noch alles möglich ist, versuchen wir, Gas zu geben. (SVWW-Abwehrchef Sascha Mockenhaupt)

In seiner Mannschaft ist die Überzeugung vom Einzug in die Relegationsspiele gegen den Zweitliga-Drittletzten gleichwohl unverändert lebendig. „So weit noch alles rechnerisch möglich ist, versuchen wir, weiter Gas zu geben“, sagte Abwehrchef Sascha Mockenhaupt in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 23.04.2018) mit demonstrativem Selbstbewusstsein.

Immer längere Negativserien

Dafür hat der SVWW jedoch immer weniger Anlass. Durch den anhaltenden Negativtrend hatte der frühere Zweitligist schon vor seiner nunmehr vierten Liga-Niederlage nacheinander alle Chancen auf den direkten Aufstieg verspielt. Mit einem Sieg in Rostock hätten Rehms Spieler, die bei Hansa zum sechsten Mal in Serie in Rückstand gerieten,
immerhin Platz drei festigen können.

Die angesichts einer lange überlegenen Spielweise beinahe fahrlässig an der Ostsee liegen gelassenen Punkte können sich in der Endabrechnung auch noch rächen. Zwar hat Wiesbaden noch zwei vermeintlich leichtere Heimspiele gegen den FSV Zwickau und den VfR Aalen, doch dazwischen steht noch der Auftritt beim letzten Heimspiel des schon als Aufsteiger feststehenden Spitzenreiters SC Paderborn.

Die Aufgaben muten umso schwieriger an, als dass Torjäger Manuel Schäffler nach seinem Ausfall in Rostock vermutlich auch für die restlichen Saisonspiele nicht zur Verfügung stehen kann. Wegen seiner Muskel- und Sehnenverletzung aus dem Training in der Vorwoche droht dem monentanen Liga-Topstürmer (20 Treffer) ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase eine längere Zwangspause.

Für Rehm allerdings trotz nur eines Treffers seiner Elf in den vergangenen Spielen kein Grund für Verzagtheit: „Auch ohne Schäffler sollte die Mannschaft genug Qualität haben, Spiele zu gewinnen.“

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!