SV Wehen Wiesbaden: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Manuel Schäffler nach einem Tor für Wehen Wiesbaden

Der SVWW traf in der letzten Saison wie am Fließband. ©Imago/Eibner

Mit Paderborn zeigte der SV Wehen Wiesbaden den wohl besten Fußball der letzten Saison in der 3. Liga. 76 Tore erzielten Manuel Schäffler und seine Mitstreiter insgesamt. Bis zum vorletzten Spieltag hatten die Hessen noch Chancen auf Rang drei, den die Rehm-Elf vom 17. bis zum 34. Spieltag inne hatte. Im Schlussspurt gab es aber fünf Pleiten in sieben Spielen und der KSC zog noch vorbei.

In dieser Saison soll die Puste nach Möglichkeit bis zum Ende reichen. Ob der Kader und die Form dafür ausreichend sind, hat Liga-Drei.de im Teamcheck untersucht.

Kader & Transfers

Zwei schwere Verluste hat Trainer Rüdiger Rehm zu beklagen: Die Leihe von Flügelflitzer Agyemang Diawusie (vier Tore, elf Vorlagen) endete, Zentrumsspieler Robert Andrich wechselte in die 2. Bundesliga. Bei allen anderen Abgängen lag die Entscheidung beim Verein.

Für Andrich wurde mit Patrick Schönfeld aus Braunschweig ein Mann mit Erfahrung in der 2. Bundesliga geholt, wo er aber in den vergangenen Jahren nie über eine ganze Spielzeit einen Stammplatz behaupten konnte.  Auf den Außen wurden mit Daniel-Kofi Kyereh und Nicklas Shipnoski zwei entwicklungsfähige Spieler geholt. Einer von ihnen muss Diawusie ersetzen und ein Pendant zu Stephan Andrist werden, der mit 15 Toren zu den wichtigsten Stützen des Teams gehörte.

Mit René Guder kam zudem einer der besten Torschützen der letzten Regionalliga-Saison an den Rhein und ergänzt den ohnehin schon stark besetzten Sturm. Die Abwehr erhielt mit den gestandenen Dritt- und Zweitligakteuren Marc Wachs und Giuliano Modica frisches Blut.

Die aktuelle Form

In den bisherigen Testspielen zeigte der SVWW eindrucksvoll, dass er an den Fußball der letzten Saison anknüpfen will: 25 Tore in vier Tests gegen klassentiefere Teams folgte ein 4:1 über Zweitligist Jahn Regensburg. Die Angriffsmaschinerie läuft also schon warm.

Stärken & Schwächen

Mit Manuel Schäffler, Simon Brandstetter und René Guder hat der SVWW drei treffsichere Stürmer. Überragend waren in der vergangenen Saison die Scorerwerte der Flügelspieler: Andrist und Diawusie kamen zusammen auf 38 Torbeteiligungen. Kyereh und Shipnoski deuteten in den Testspielen an, dass sie eine ähnliche Rolle spielen könnten.

Etwas dünner sieht es dagegen im zentralen Mittelfeld aus, wo für Patrick Schönfeld, Niklas Dams und Sebastian Mrowca keine gleichwertigen Alternativen vorhanden sind. Ausfälle in diesem Mannschaftsteil werden schnell zum Problem, wie die Rotsperre von Robert Andrich am Ende der letzten Saison zeigte.

Rüdiger Rehm ist Trainer von Wehen Wiesbaden

Für Rüdiger Rehm ist Angriff die beste Verteidigung im Fußball. ©Imago/Martin Hoffmann

Der Trainer

Rüdiger Rehm steht für technisch anspruchsvollen Offensivfußball. Nachdem er die SG Sonnenhof Großaspach in der 3. Liga etabliert hate, folgte ein unglückliches Intermezzo bei Arminia Bielefeld. Seit er in Wiesbaden ist, machte er den Klub vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten. Er erfolgt seine Linie klar und lässt sich auch nicht von Schwächephasen aus dem Konzept bringen.  

Im Verein genießt er höchstes Ansehen, muss sich so gut wie nie mit interner Kritik auseinandersetzen. Die Ruhe im Umfeld kann aber manchmal zu weit gehen: Trotz begeisternder Ergebnisse, wurde keine Euphorie entfacht, die das Team noch über die Ziellinie hätte tragen können.

Die mögliche Startelf

Rehm bevorzugt ein flaches 4-4-2 mit zwei echten Stürmern. Die zentralen Mittelfeldspieler haben vornehmlich defensive Aufgaben, sollen aber auch mit Pässen in die Tiefe die Flügelspieler in Szene setzen. Beide Außenverteidiger stoßen immer wieder mit vor.

Die voraussichtliche Startelf: Markus Kolke – Moritz Kuhn, Sascha Mockenhaupt, Sören Reddemann, Alf Mintzel – Nicklas Shipnoski, Patrick Schönfeld, Sebastian Mrowcka, Stephan Andrist – Manuel Schäffler, Simon Brandstetter

Fazit & Prognose

Der SV Wehen Wiesbaden sollte wieder in der Lage sein, um die vorderen Plätze mitzuspielen. Ob es für den ganz großen Wurf reicht, wird auch davon abhängen, ob die Absteiger die erwartete Stärke haben.

Der Relegationsplatz ist aber drin für die Hessen, selbst wenn es wieder bei der geringen Unterstützung von Seiten des Wiesbadener Publikums bleiben sollte.

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