Viktoria Köln: Gerüchte um Marcel Risse

Flügelstürmer ohne Perspektive beim 1. FC Köln

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 10.08.2020 | 08:25
Marcel Risse beim Torabschluss

Marcel Risse hat beim 1. FC Köln keine Zukunft, zieht es ihn an die „Schäl Sick“? ©imago images/DeFodi

In den Planungen für die kommende Spielzeit ist Viktoria Köln bereits ein gutes Stück vorangekommen, fünf externe Neuzugänge konnten die Höhenberger bislang präsentieren. Mit Rene Klingenburg und Jeremias Lorch konnte der Sportliche Leiter Marcus Steegmann auch zwei Spieler präsentieren, die im Vorjahr noch in der 2. Bundesliga kickten.

Noch ein Regal höher will die Viktoria nun scheinbar beim nächsten Transfer greifen. Wie die Bild (Ausgabe vom 10.08.2020) berichtet, beschäftigt man sich an der „Schäl Sick“ mit Marcel Risse vom Nachbarn 1. FC Köln. Beim „Effzeh“ hat der 30-Jährige trotz eines Vertrages bis 2022 keine Zukunft, am Samstag bestätigte der Klub, dass Risse für Gespräche mit anderen Klubs freigestellt sei.

Auch eine Alternative als Rechtsverteidiger

„Ich möchte mich dazu nicht äußern“, gab sich Steegmann auf BILD-Nachfrage wortkarg. Der gebürtige Kölner Risse erhielt seinen fußballerischen Feinschliff im Nachwuchs von Bayer Leverkusen, über die Stationen Nürnberg und Mainz kehrte er 2013 in seine Heimatstadt zurück.

Dort war er lange Zeit auf dem rechten Flügel gesetzt, in der Vorsaison büßte er diesen Status – auch durch einige Verletzungen – jedoch ein und stand für den „Effzeh“ nur sechs Mal in der Bundesliga auf dem Feld. Wirklich akuten Bedarf hat die Viktoria in der Offensive rechts eigentlich nicht. Mit Kevin Holzweiler steht zwar nur ein gelernter Rechtsaußen für die kommende Spielzeit unter Vertrag, mit Simon Handle, Steven Lewerenz und Neuzugang Lucas Cueto aber drei Mann für den linken Flügel, die auch rechts eingesetzt werden können.

Risse kann jedoch auch als offensiv aufgerichteter Rechtsverteidiger eingesetzt werden, wo Dotchev bislang nur auf Marcel Gottschling zurückgreifen kann. Mit der Erfahrung von 163 Bundesliga- und 64 Zweitliga-Partien dürfte aber zweifelsohne feststehen, dass der 30-Jährige eine Verstärkung für die Viktoria darstellen kann.

Ob sich dieser den Gang in die 3. Liga überhaupt vorstellen kann ist aber ebenso offen wie eine mögliche Ablöseforderung seitens des 1. FC Köln. Wie eingangs erwähnt, läuft sein Arbeitspapier dort noch bis 2022, es scheint fraglich, dass Risse daher komplett ablösefrei gehen darf. Auch das Gehaltsgefüge an der „Schäl Sick“ dürften die Verantwortlichen bei Gedankenspielen um eine Verpflichtung von Risse im Hinterkopf behalten.