Viktoria Köln: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Mesenhöler, Carls & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 03.11.2020 | 15:15
Daniel Mesenhöler im Tor der Viktoria.

Daniel Mesenhöler wechselte nach einem Jahr an der „Schäl Sick“ erstmals in seiner Karriere ins Ausland. ©imago images/

Einiges an höherklassiger Erfahrung verpflichtete Viktoria Köln in diesem Sommer. Um Platz für neue Spieler zu machen, wurde der bestehende Kader auf einigen Positionen ausgedünnt. Doch wo sind die Abgänge heute und wie läuft es bei Ihnen? Wir geben Euch einen Überblick über alle 14 Ex-Viktorianer.

Daniel Mesenhöler
Der Torhüter hat den „Aufstieg“ geschafft und ist mittlerweile sogar erstklassig unterwegs: Er wechselte in die Niederlande zu Heracles Almelo. Dort setzt Cheftrainer Frank Wormuth, einst Chefausbilder für Fußballlehrer beim DFB, auf die deutsche Karte: Mesenhöler ist der sechste Spieler mit deutscher Staatsbürgerschaft. Auf sein Pflichtspieldebüt wartet der 25-Jährige unterdessen noch, er ist aktuell die Nummer Zwei.

Richmond Tachie
An der „Schäl Sick“ nur Ergänzungsspieler, wollte der gebürtige Berliner mit dem Schritt zurück in die Regionalliga einen neuen Anlauf nehmen. Dieser Plan scheint aufzugehen, in der Zweitvertretung von Borussia Dortmund schaffte er den Sprung zum Stammspieler, mit vier Torbeteiligungen in neun Partien trug er zu Tabellenführung in der West-Staffel bei.

Steffen Lang
In Köln nicht mehr erste Wahl, nahm der SC Verl die große Erfahrung des Außenverteidigers gerne in seinen Kader auf. Beim Aufsteiger ist der 27-Jährige hinten rechts gesetzt, führte den Klub gar beim Sieg über Magdeburg als Kapitän an und erlebt bisher eine geruhsame Spielzeit: Verl hat als Tabellenfünfter bereits ein Polster auf die Abstiegszone aufgebaut.

Sven Kreyer
Im Sturmzentrum nur Back-Up für Albert Bunjaku, will er bei seinem neuen Klub Rot-Weiß Oberhausen wieder eine Hauptrolle einnehmen. Nach holprigem Start kam Kreyer zuletzt besser in Fahrt, drei seiner vier Saisontore erzielte er in den letzten drei Partien. Trotzdem steht RWO weiter im Abstiegskampf, bei zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Platz in Richtung Liga fünf bedarf es weiterer Tore des Angreifers.

Hamza Saghiri
Nach fünf Jahren am Rhein zog es den Abräumer an den Neckar, er schloss sich dem nahezu runderneuerten Waldhof Mannheim an. Dort konnte er den neuen Trainer Patrick Glöckner gleich von sich überzeugen und erkämpfte sich einen Stammplatz auf der Doppelsechs. Dort ist er an der Seite von Max Christiansen gesetzt, auch wenn ihn zwischenzeitlich eine Verletzung zwei Spiele kostete. Beim 5:2 über Magdeburg am Wochenende durfte er aber gleich wieder über 90 Minuten ran.

Mark Depta
Wie Sven Kreyer schloss sich auch Torhüter Depta Rot-Weiß Oberhausen an, konnte dort aber noch nicht eingreifen: Nach einem Meniskusriss stellt er noch keine Option für den Kader von Trainer Mike Terranova dar.

Lars Dietz im Vktoria-Dress.

Nur kurz kehrte Lars Dietz zu Stammklub Union Berlin zurück, ehe es dauerhaft in die 2. Liga ging. ©imago images/Karina Hessland

Jan-Lukas Funke
Im Vorjahr aus der Zweitvertretung von Eintracht Braunschweig gekommen, war der 21-Jährige einer von mehreren Kandidaten, die sich als Linksverteidiger präsentieren durften. Bereits im Winter hätte die Viktoria ihn gerne abgegeben, im Sommer folgte schließlich die Trennung, einen neuen Klub hat er bislang noch nicht gefunden.

Ein Schicksal, dass er mit zwei anderen Ex-Viktorianern teilt: Auch Ernesto Carratala Jimenez und Sebastian Patzler haben noch keinen neuen Klub finden können.

Mart Ristl
Etwas länger musste sich auch Ristl gedulden. Der defensive Mittelfeldspieler schloss sich Mitte Oktober dem FC Homburg in der Regionalliga Südwest an, um dort den nach einem Kreuzbandriss lange fehlenden Serkan Gözer zu ersetzen. Nach einer Einwechslung gehörte er seitdem drei Mal der Startelf an, vielleicht sehen wir ihn nächstes Jahr in der 3. Liga wieder: Bei nur drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Freiburg II spielt der FC in der Spitzengruppe mit.

Sascha Eichmeier
Der Linksverteidiger hatte in seiner Karriere immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen, alleine zwei Kreuzbandrisse musste er überstehen. Im Sommer hörte er auf seinen Körper und hängt mit 30 Jahren seine Fußballstiefel an den Nagel.

Tobias Willers
Auch der 33-Jährige zog vor dieser Saison einen Schlussstrich unter seine aktive und begründete dies mit einer beruflichen Perspektive, die ihm aufgezeigt wurde. Wenig später war klar: Willers schließt sich dem FC Bayern München an und ist dort mittlerweile als Scout tätig.

Lars Dietz
Die Leihgabe von Bundesligist Union Berlin hätten die Verantwortlichen um Sportvorstand Franz Wunderlich gerne gehalten, es kam allerdings nicht zu einer Rückkehr: Der Verteidiger wechselte in die 2. Liga nach Würzburg. Bei den Kickers ist er zwar im defensiven Zentrum gesetzt, mit erst einem Punkt aus sechs Spielen hängt die Rote Laterne im Unterhaus allerdings am Dallenberg.

Jonas Carls
Auch um den pfeilschnellen Linksverteidiger bemühte sich die Viktoria erneut, sein Stammklub Schalke 04 verlieh den 23-Jährigen allerdings an Vitoria. Genauer gesagt Vitoria Guimares in Portugal. Dort durfte er am ersten Spieltag in der Liga 90 Minuten ran, weitere Einsätze kamen allerdings nicht mehr hinzu.

Wer wurde bei Deinem Klub verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.