Viktoria Köln: Wie ist der Plan mit Risse?

Effzeh-Leihgabe bietet einige Optionen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 21.08.2020 | 08:58
Marcel Risse beim Torabschluss.

Marcel Risse eröffnet seinem neuen Trainer Pavel dotchev zahlreiche Möglichkeiten auf dem rechten Flügel. ©imago images/DeFodi

Am Dienstag Abend konnte Viktoria Köln Vollzug melden: Vom Stadtnachbarn wechselt Marcel Risse an die „Schäl Sick“ und verstärkt den Drittligisten für ein Jahr auf Leihbasis. Stellt sich natürlich die Frage: Wie plant die Viktoria mit dem 30-Jährigen, dessen bevorzugtes Aktionsfeld auf dem rechten Flügel ist?

Bestandsaufnahme auf der rechten Seite

Dort war im Vorjahr zumeist Kevin Holzweiler gesetzt. Der 25-Jährige, bereits seit Regionalliga-Zeiten an Bord, bewies dabei, dass ihm der Sprung aus der 4. in die 3. Liga keine großen Schwierigkeiten bereitet. Drei Mal traf der beidfüßig ausgebildete Flügelstürmer selbst, sieben weitere Treffer bereitete er vor.

Auch Steven Lewerenz wurde von Trainer Pavel Dotchev auf rechts aufgeboten, wenngleich der Winter-Neuzugang eigentlich auf links beheimatet ist. Anpassungsprobleme gab es dabei ebenfalls kaum zu beobachten, so dass das Duo auch im Hinblick auf die kommende Spielzeit das Vertrauen genießen dürfte.

Bekanntlich kommt die mit einem äußerst engen Spielplan daher, der kaum Verschnaufpausen einräumt. Hinzu können Verletzungen oder Sperren kommen, welche nur durch eine entsprechende Quantität in der Kaderbreite aufgefangen werden können. Dass Risse mit der Erfahrung von 176 Bundes- und 64 Zweitliga-Partien die Qualität mitbringt, um auch in der 3. Liga bestehen zu können, dürfte nicht angezweifelt werden.

Auch als Rechtsverteidiger eine Option

Zumal dessen Vielseitigkeit nicht zu unterschätzen ist. Der gebürtige Kölner kann nicht nur in der Offensive, sondern auch als Außenverteidiger aufgeboten werden. Doch auf der defensiven Außenbahn kann die Viktoria ebenfalls auf bewährtes Personal zurückgreifen.

Marcel Gottschling war dort Stammspieler und bewies mit sechs Torvorlagen, auch in der Offensive ein belebendes Element darstellen zu können. Patrick Koronkiewicz, wie Risse flexibel auf dem Flügel vorne und hinten eine Option, ist ebenfalls noch da. Für Dotchev stehen somit Spiel für Spiel knackige Entscheidungen an, wem er auf rechts das Vertrauen schenkt.

Augenmerk auf Vielseitigkeit

Deutlich wird bei den Profilen des dort verfügbaren Personals aber eben auch: Auf Vielseitigkeit hat die Viktoria in ihren Planungen offenbar großen Wert gelegt. So sind die Höhenberger schwer auszurechnen, auch während des Spiels kann Dotchev jederzeit ohne merklichen Qualitätsverlust personelle Wechsel vornehmen.

Das nimmt zugleich den Druck von Risse, den er ob seiner Vita zweifelsohne hat. Nach einem verletzungsgeplagten Jahr kommt so nicht weiterer Druck hinzu, unbedingt jedes Spiel bestreiten zu müssen, da die Mannschaft auf ihn angewiesen ist.