Wehen Wiesbaden: Kritik trotz Sieg

"Mit der Leistung sind wir nicht zufrieden."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Sonntag, 25.10.2020 | 07:02
Rüdiger Rehm beim SV Wehen Wiesbaden

Rüdiger Rehm durchlebte gegen Magdeburg gemischte Gefühle. ©Imago images/Jan Hübner

„Jetzt müssen wir dranbleiben“, sagte Wehen Wiesbadens Angreifer Johannes Wurtz nach dem 4:0-Sieg des SV Wehen Wiesbaden unter der Woche – und der SVWW blieb dran, was der gestrige 2:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg zeigt.

Für allgemeine Heiterkeit sorgte der „Dreier“ allerdings nicht in Wiesbaden, im Gegenteil. SVWW-Coach Rüdiger Rehm war nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. „Das war ein absoluter Arbeitssieg. Mit der Leistung sind wir allerdings nicht zufrieden, vor allem bis zum 0:1 war Magdeburg klar besser und hat uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft. Wir waren einfach nicht schnell genug auf den Beinen und im Kopf“, so Trainer Rüdiger Rehm im Anschluss an die Partie beim FCM.

Balance gefunden?

Antizyklische Aussagen des Trainerfuchses Rehm? Mitnichten, tatsächlich erlangte Wehen Wiesbaden keine Kontrolle über die Partie und sah sich überdies noch Widrigkeiten ausgesetzt: Angreifer Johannes Wurtz musste bereits früh verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Nichtsdestotrotz schien der 4:0-Sieg gegen den KFC doch Kräfte freigesetzt zu haben. Wehen Wiesbaden glaubte an seine Offensiv-Qualitäten, drehte die Partie und erzielte damit in den vergangenen beiden Partien zwei Tore mehr als in den ersten fünf Saison-Spielen zusammen.

Die nächsten „Entwicklungsschritte“, so Rehm, ging seine Mannschaft in Magdeburg, indem der SVWW anders als noch gegen Waldhof Mannheim (0:1) nach einem Rückstand zurückkam.

Mit zwölf Punkten aus sieben Spielen liegt Wehen Wiesbaden durchaus im Soll und scheint die Balance zwischen Defensive und Offensive nun gefunden zu haben. Die nächste Prüfung wartet am kommenden Sonntag: Dann kommt die U23 des FC Bayern in die Brita-Arena, wo der SVWW noch keins seiner drei Saison-Heimspiele gewann.