Wehen Wiesbaden marschiert weiter

Vierter Sieg in Folge für offensivstarke Hessen

Rüdiger Rehm treibt seine Mannschaft an

Sieht seine Mannschaft derzeit auf dem Vormarsch: SVWW-Trainer Rüdiger Rehm. ©Imago/Osnapix

Es ist kein Geheimnis, dass die dritte Liga so ausgeglichen ist, wie sonst wohl keine Spielklasse der Republik. Zum Beweis kann das vergangene Wochenende herhalten: Von den tabellarisch gesehen sechs besten Mannschaften der Liga gewann genau eine einzige ihre Partie: Der SV Wehen Wiesbaden.

Die Hessen avancierten damit zum großen Gewinner des Spieltags und schnuppern bei nur noch vier Punkten Rückstand auf Rang drei wieder am Aufstieg. Dieser war vier Spiele zuvor noch in weite Ferne gerückt. Am 19. Spieltag ging der SVWW ernüchtert aus der heimischen Brita-Arena, es setzte eine biedere 0:2-Niederlage gegen Aufstiegs-Mitkonkurrenz Uerdingen.

Schwer auszurechnen

Seitdem hat Wehen Wiesbaden jedoch alle Spiele gewonnen und dabei immer mindestens zwei Tore erzielt. Die mit 45 Treffern beste Offensive der Liga ist derzeit unberechenbar: Für die letzten zehn Treffer zeichneten sich neun verschiedene Torschützen verantwortlich – dabei fehlt Top-Torjäger Manuel Schäffler derzeit auch noch verletzungsbedingt.

Die Last wird allerdings perfekt auf mehrere Schultern verteilt: Niklas Schmidt, der als Vorlagengeber glänzt und am gestrigen Sonntag gegen Braunschweig als Torschütze in Erscheinung trat. Die schnellen Daniel-Kofi Kyereh und Florian Hansch, die zwar nicht unbedingt die Präsenz eines Schäffler haben, allerdings mit gewaltigem Laufpensum den Gegner unter Druck setzen.

Hansch kam wie ein weiterer Erfolgs-Baustein der Wehen Wiesbadener erst in der Winterpause: Agyemang Diawusie fügte sich nach seiner Rückkehr perfekt in die Mannschaft ein, ist auf dem Flügel ein ständiger Unruheherd, auch wenn Trainer Rüdiger Rehm über ihn bei Magenta Sport sagte, er sei „noch lange nicht bei 100 Prozent“.

Schnellstart als Vorteil

Im nächsten Spiel kommt es für den SVWW zum Duell mit der zweitbesten Offensive der Liga, die der SpVgg Unterhaching. Ob Rehm seine Schützlinge wieder genauso motiviert in die Partie schicken wird?

In den letzten Begegnungen scheinen ihm die Ansprachen jedenfalls gut zu gelingen, Wehen Wiesbaden erzielte acht der letzten zehn Treffer bereits vor dem Pausentee – nur der Hallesche FC und Karlsruhe lagen zur Halbzeit häufiger in Führung.

Rehm erwartet jedenfalls ein „geiles Spiel“, das aus Sicht der Hessen möglichst anders als die Hinrunden-Partie ausgehend sollte. Im August verlor Wehen Wiesbaden mit 1:2 gegen Unterhaching – es war eine von nur acht Partien der Hessen, in denen sie weniger als zwei Treffer erzielten.

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