Wehen Wiesbaden: Offenes Rennen im Tor

Rüdiger Rehm heizt den Konkurrenzkampf an

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 10.08.2020 | 09:04
Lukas Watkowiak im Testspiel.

Lukas Watkowiak will in seinem vierten Jahr beim SVWW die Nummer Eins werden. ©imago images/Hartenfelser

Durchaus achtbar hat sich Wehen Wiesbaden in seinem Test aus der Affäre gezogen, von Greuther Fürth trennten sich die Hessen am Samstag mit einem 2:2. Während der Zweitligist zur Pause komplett durchwechselte, trat der SVWW lediglich mit 15 Feldspielern an – dementsprechend sparsam fielen personelle Änderungen während der Partie aus.

Einer der insgesamt sechs Wechsel wurde dabei im Tor vollzogen: Während sich Lukas Watkowiak im ersten Durchgang zeigen durfte, gehörten Tim Boss die zweiten 45 Minuten. Als Fingerzeig, dass Watkowiak ob seines Startelfeinsatzes die Nase vorn hat, will Trainer Rüdiger Rehm diese Entscheidung aber nicht verstanden wissen.

Boss nicht nur als Back-Up verpflichtet

„Wir sind froh, dass wir Tim Boss bekommen haben. Zugleich halte ich sehr viel von Lukas Watkowiak. Es ist ein offenes Rennen um die 1“, wird der Cheftrainer im Kicker (Ausgabe vom 10.08.2020) zitiert. Rehm – seit Februar 2017 im Amt und damit dienstältester Coach der 3. Liga – wird somit in der zweiten Sommervorbereitung in Folge einen neuen Stammtorhüter finden müssen.

Diese Rolle nahm bis zum Aufstieg bekanntlich Markus Kolke ein, mit dem Abgang des Routiniers nach Rostock im Sommer 2019 begann die Suche nach einem Nachfolger. Die durfte Watkowiak im Vorjahr antreten, schnell fand sich der 24-Jährige aber auf der Bank wieder und musste dem aus der Vereinslosigkeit verpflichteten Heinz Lindner den Vortritt lassen.

Der Österreicher ist nun weg, Boss da. „Tim zählte während seiner Zeit in Köln zu den besten Torhütern in der 3. Liga“, lobte Sportdirektor Christian Hock den 27-Jährigen bei dessen Verpflichtung und machte mit dieser Aussage klar, dass der Ex-Dresdner nicht nur als Back-Up verpflichtet wurde.

In der Vorbereitung dürfen sich somit beide zeigen und um den Stammplatz kämpfen. Mit noch ausstehenden Tests gegen Hoffenheim, Düsseldorf und Darmstadt bietet sich den beiden Konkurrenten die Möglichkeit, gegen hochkarätige Gegner Eigenwerbung zu betreiben.