FC Ingolstadt: Baustelle Innenverteidigung

Gimber-Abgang hinterlässt Lücke

Björn Paulsen gegen Hansa.

Nur noch einer von drei gelernten Innenverteidigern in Ingolstadt: Björn Paulsen. ©imago images/Eibner

Mit 14 Punkten aus sechs Partien feierte der FC Ingolstadt jüngst den besten Ligastart seiner noch jungen Vereinsgeschichte, verhinderte mit einem späten Elfmeter-Treffer gegen Hansa die erste Niederlage. Dabei saß Benedikt Gimber zum letzten Mal auf der Bank, der Innenverteidiger schloss sich am Dienstag Jahn Regensburg an.

Der 22-Jährige kam in dieser Drittliga-Saison noch nicht zum Einsatz, sein Abgang reisst auf den ersten Blick somit keine Lücke auf. Bei genauerem Hinsehen wird die Personaldecke für Trainer Jeff Saibene in der zentralen Abwehr allerdings dünn. Neben den gesetzten Björn Paulsen und Thomas Keller steht dem Luxemburger mit Jonatan Kotzke nur noch ein etatmäßiger Innenverteidiger zur Verfügung.

Bei Verletzung oder Sperre wird es richtig eng

Tobias Schröck, eigentlich im defensiven Mittelfeld zu Hause, kann als auch Innenverteidiger einspringen. Der 26-Jährige hat jedoch eine Saison voller Verletzungspech hinter sich, in der er lediglich acht Einsätze vorweisen kann. In der laufenden Spielzeit kam Schröck auf Grund von muskulären Problemen noch gar nicht für den Spielbetrieb in Frage.

Sollte sich ein Spieler des Innenverteidiger-Trios verletzen oder gesperrt passen müssen – wie Keller am 4. und 5. Spieltag – wird die Auswahl für Saibene sehr schnell sehr eng. Das erkannte auch Sportdirektor Michael Henke, der bereits am Montag gegenüber dem Donaukurier zugab, bei einem – mittlerweile fixen – Abgang von Gimber über Ersatz nachzudenken.

Volkmer von der Liste gestrichen

Der vermeintliche Plan B ist jedoch bereits gescheitert: Henke räumte im gleichen Atemzug nämlich ein, dass Dominic Volkmer ein Kandidat wäre. Der 23-Jährige entschied sich aber bekanntlich am Dienstag für eine Rückkehr zu Carl Zeiss Jena.

Sollte der FCI im weiteren Verlauf der Woche nicht noch auf dem Tranfermarkt tätig werden, dürfte Saibene die Luft anhalten, dass sich keiner seinen zentralen Abwehrspieler im Training verletzt: Mit dem Auswärtsspiel bei der offensivstarken Viktoria am Samstag kommt auf seine Defensive voraussichtlich jede Menge Arbeit zu.

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