FC Ingolstadt: Heimstärke als neues Pfund

Schanzer effektiv auf eigenem Rasen

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 01.01.2021 | 09:00
Stefan Kutschke beim FC Ingolstadt

Daumen hoch: Der FCI überzeugte bisher vor allem zuhause. ©Imago images/Stefan Bösl

Sie ist mittlerweile zum Markenzeichen für den FC Ingolstadt geworden: Die bayerisch-markante Torhymne der Schanzer, der gesungene Jodler, der nach jedem Treffer abgespielt wird. In der laufenden Saison war das zwölfmal der Fall.

Diese Anzahl ist für sich kein herausragender Wert. Dass sich der FCI allerdings mit seinen zwölf Heimtoren satte 19 Heim-Punkte nach acht Spielen sicherte, spricht für seine Effektivität. So steht für die Oberbayern nach der bisherigen Hinrunde gar Platz eins der Heimtabelle zu Buche.

Auswärts-Bilanz birgt Gefahr

Das ist insofern interessant, da die Schanzer in dieser Hinsicht zum Ende der vergangenen Saison nur Rang zehn einnahmen. Doch die Steigerung ist nicht von der Hand zu weisen: In der letzten Spielzeit gab es im Schnitt 1,47 Punkte im Audi Sportpark, aktuell sind es durchschnittlich 2,37 Zähler.

Problem erkannt und bewältigt, könnte es an der Schanz auch heißen. Schließlich ließ der FCI in der vergangenen Spielzeit zuhause eben jene Punkte liegen, die am Ende zum Aufstieg fehlten.

Wie wichtig eine stabile Heimbilanz ist, zeigen die vergangenen Jahre. Bis auf die Spielzeiten 2008/09, 2011/12 und 2019/20 stiegen die besten Heimteams am Ende auf. Einzige Ausnahmen sind die SpVgg Unterhaching, der 1. FC Heidenheim sowie der MSV Duisburg. Grund dafür war der Punkteschnitt auswärts, der sich zwischen 1,00 (Heidenheim) und 1,21 (Duisburg) bewegt.

Das zeigt auch, wo es beim FCI noch Nachholbedarf gibt. Momentan nämlich holen die Schanzer auswärts im Schnitt nur 1,13 Zähler, was angesichts obiger Rechnung zu wenig für den Aufstieg sein könnte. Trotz der Steigerung auf heimischem Geläuf müssen Kutschke und Co. also auch auswärts konstanter werden, um am Ende den großen Wurf zu schaffen.