FC Ingolstadt: Henke rechnet mit Haching

Lorbeeren für den kommenden Gegner

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 02.10.2020 | 08:55
Caniggia Elva gegen Felix Müller

Ist für Caniggia Elva (l.) und Co. ein Vorbeikommen an Unterhaching? ©Imago images/foto2press

Mit zwei Siegen in die Saison 2020/21 gestartet, hat der FC Ingolstadt sein Relegations-Trauma von vor wenigen Monaten überraschend schnell überwunden und muss nun im oberbayerischen Duell mit der SpVgg Unterhaching ran.

Gegen diese sah der FCI in der dritten Liga immer gut aus, zwei Siege und zwei Remis gab es in vier Duellen. Trotz der positiven Vorzeichen stapelt der Sportdirektor der Schanzer vor dem Spiel tief und stattet den kommenden Gegner mit Vorschusslorbeeren aus.

„Für mich ist Unterhaching immer eine Mannschaft, die zu den Top-Vereinen der 3. Liga gehört“, so Henke im gestrigen Pressegespräch und weiter über die Qualität der Münchner Vorstädter: „Es würde mich nicht wundern, wenn Unterhaching zum Ende der Saison unter den ersten drei, vier, fünf Vereinen steht.“

Taktik?

Dementsprechend rechnet der Ingolstädter Verantwortliche mit der Spielvereinigung im Aufstiegsrennen, was der anstehenden Partie zusätzliche Brisanz verleiht – wenngleich Henke genug Erfahrung hat, um zu wissen, wann er einen Gegner gezielt loben muss, um mit der besten Ausgangssituation in eine Partie zu gehen.

So hebt er trotz des Lobes für den Gegner auch die eigenen Stärken der Mannschaft hervor, „keinen Spieler eintauschen gegen einen Spieler von Unterhaching“, würde Henke, weil er „jedem einzelnen so viel zutraue, dass er in der 3. Liga eine sehr gute Rolle spielt“.

Auf dem Transfermarkt werden die Schanzer deswegen auch nicht mehr zwingend aktiv, gerade weil auch der aktuelle Kader noch Alternativen hergibt, wie etwa Marc Stendera, der zuletzt gegen den HFC seine ersten zehn Drittliga-Minuten für den FCI feierte.

Auflaufen dürfen Stendera und Co. erneut vor Fans, 3.000 sind im Audi Sportpark zugelassen. Sein erstes Heimspiel der Saison hat der FCI bekanntlich mit 2:1 gewonnen, allerdings bestätigt sich bei einem Blick auf den direkten Vergleich gegen Unterhaching die Einschätzung Henkes, dass der kommende Gegner in der 3. Liga ein unangenehmer ist: Beide Drittliga-Heimspiele gegen die Spielvereinigung endeten mit einem Remis.