FC Ingolstadt: Marcel Gaus macht den Unterschied

Routinier brilliert im linken Mittelfeld

Marcel Gaus beim FC Ingolstadt

Gegen Braunschweig erneut als Torschütze erfolgreich: Marcel Gaus. ©Imago images/Hübner

Zwischenzeitlich sah es in der laufende Hinrunde so aus, als müsse der FC Ingolstadt abreißen lassen. Drei Niederlagen in Folge standen zu Buche, die Oberbayern fanden sich auf Platz acht wider. Die Wende kam am zehnten Spieltag: Nach dem 0:0 gegen Haching gab es drei Siege in vier Partien, am Wochenende überzeugten die Schanzer beim 3:0 gegen Braunschweig.

Wie schaffte es der FCI auf das momentane Leistungshoch? Ein gewichtiger Grund ist sicherlich, dass Trainer Jeff Saibene an der einen oder anderen Stellschraube drehte und dabei unter anderem Marcel Gaus ins linke Mittelfeld beorderte. Der variable Gaus agierte in den ersten Saisonspielen durchaus erfolgreich im zentralen Mittelfeld und als Linksverteidiger, musste dann bei der Niederlage gegen Bayern II das erste Mal draußen sitzen. Erst zur zweiten Halbzeit kam er damals in die Partie – für Patrick Sussek auf die linke Offensivbahn.

Fortan sollte er dort weiter auflaufen, es folgte die eingangs erwähnte Serie, in der Gaus nur gegen den CFC (1:1) gelbgesperrt fehlte. Ansonsten beackerte Gaus die linke Offensivseite, das FCI-Spiel wirkt seitdem deutlich besser ausbalanciert.

Torgefährlich

Dabei ist die Umstellung nicht ohne Brisanz. Mit Caniggia Elva, Maximilian Beister oder Maximilian Wolfram saßen zuletzt Spieler mit gehörig Offensiv-Potential draußen – doch an Gaus ist kein Vorbeikommen. Beim 3:2-Sieg gegen Münster trug er sich das erste Mal in dieser Saison in die Torschützenliste ein, seine Klasse stellte der 212-malige Zweitliga-Spieler auch bei seinem Treffer zum 1:0 gegen Braunschweig unter Beweis.

Gaus für mehr Balance und Torgefahr – das hat sich beim FCI also jüngst bewährt. Allerdings ist nicht sicher, ob Saibene diese Erfolgsformel auch im nächsten Spiel anwenden kann. Bei Peter Kurzweg, der gegen Braunschweig das Feld verletzungsbedingt verlassen musste, steht eine genaue Diagnose noch aus, es droht allerdings ein Ausfall des Linksverteidigers. Da bekanntlich auch Gordon Büch zuschauen muss, bleibt mit Gaus nur ein gelernter linker Defensivspieler im Kader, der diese Position dann gegen Zwickau ausfüllen müsste.

Unabhängig davon, wer dann vor Gaus agieren würde, wäre der linke Flügel wieder offensiver ausgerichtet, als zuletzt. Ob Ingolstadt dann die verbesserte Balance wahren kann, bleibt abzuwarten.

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