FC Ingolstadt: Neue Chance für Wolfram?

Lücke nach Thalhammer-Abgang

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Sonntag, 26.07.2020 | 08:18
Maximilian Wolfram im Dribbling.

Maximilian Wolfram erlebte keine einfache Saison in Ingolstadt. ©imago images/MaBoSport

An zahlreichen Drittliga-Standorten werden derzeit die Mannschaften einer Generalüberholung unterzogen. Beim FC Ingolstadt hingegen ist es noch vergleichsweise ruhig. Durch die Teilnahme an der Relegation ging die Saison der „Schanzer“ etwas länger, was sicherlich auch seinen Anteil hat. Obwohl die beiden Partien gegen Nürnberg nicht den gewünschten Aufstieg nach sich zogen, ist die Dringlichkeit an der Donau ohnehin eine andere.

Denn während andere Klubs in Anbetracht zahlreicher Abgänge etwas unter Zugzwang stehen, konnte der FCI seinen Kader im Großen und Ganzen zusammenhalten. Erst drei Spieler verließen den Klub, aktuell verfügen 26 Akteure über einen laufenden Vertrag. Die einzige Lücke, bedingt durch den Abgang von Maximilian Thalhammer (Paderborn), klafft im Mittelfeld-Zentrum.

Bisher nur selten in seiner Paraderolle aufgeboten

Der Abräumer war auch als Spielgestalter gefragt und wichtig, FCI-Coach Tomas Oral wird somit künftig auf ein elementares Puzzleteil verzichten müssen. Einen Ersatz zu finden wird nicht leicht – ist vielleicht auch gar nicht nötig: Maximiliam Wolfram ist schließlich schon seit einem Jahr da.

Der 23-Jährige erlebte eine enttäuschende erste Saison an der Donau. 20 Partien absolvierte der Rechtsfuß, nur zehn davon in der Startelf. Weder unter Oral noch dessen Vorgänger Jeff Saibene wollte ihm der Durchbruch gelingen. Meistens kam Wolfram dabei auf den Flügeln zum Einsatz, laut Mark Zimmermann gar nicht dessen Paraderolle.

Zimmermann trainierte Wolfram einst in Jena, kennt ihn und seine Vorlieben daher ganz genau. „Auf der 8, der 10, oder als hängende Spitze“, umriss Zimmermann bereits im vergangenen Oktober die Lieblingspositionen seines einstigen Schützlings.

Da Oral am 4-4-2 inklusive einer Doppelsechs festhielt, gab es auch unter ihm weder die klassische 10er-Position noch eine hängende Spitze. Als etwas offensiver eingestellter Sechser könnte Wolfram aber in die Fußspuren treten, die Thalhammer hinterlassen hat.