FC Ingolstadt: Schlussphase ein Mahnmal

Sonderlob für Beister & Kutschke

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 | 09:51
Maximilian Beister gegen Uerdingen.

Maximilian Beister schoss Ingolstadt gegen seinen Ex-Klub auf die Siegerstraße. ©imago images/Stefan Bösl

Die Frage vor dem Start des FC Ingolstadt war: Wie würden die „Schanzer“ auf den in letzter Minute verpassten Aufstieg reagieren? Die Antwort: Der FCI legte gegen Uerdingen mit viel Wut im Bauch los, alleine in der ersten Spielminute flogen zwei Abschlüsse auf den Kasten von Gästekeeper Lukas Königshofer.

Diese Schlagzahl konnten die Donaustädter selbstverständlich nicht beibehalten, durch den 2:1-Erfolg begann die Saison trotzdem mit einem Erfolgserlebnis, welches das letzte bisschen Frust aus dem Vorjahr abgeschüttelt haben durfte. Ein Sonderlob gab es im Anschluss von Trainer Tomas Oral für ein Duo, das in der Vorbereitung ohne Spielpraxis blieb.

„Wir sind hohes Risiko gegangen, weil sie keine Wettkampfpraxis in den Knochen hatten. Ich hatte mir diese Mentalität zwar erhofft, aber das war nicht selbstverständlich“, äußerte sich Oral über Maximilian Beister und seinen Kapitän Stefan Kutschke.

Rückfall in alte Zeiten

Dass die Abläufe auf dem Platz trotzdem über weite Strecken stimmte, hatte Oral aber auch der Ingolstädter Kaderplanung zu verdanken. Mit Maximilian Thalhammer (Paderborn) verließ nur ein Stammspieler den Klub, die „Schanzer“ können somit weiterhin auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen.

Von den acht Neuzugängen bzw. Leih-Rückkehrern stand mit Dominik Franke (Wolfsburg II) lediglich ein Akteur in der Startformation, der Rest ist somit bereits miteinander und mit den Vorstellungen Orals aus der Vorsaison vertraut. Diese gilt es auch am kommenden Wochenende in Halle umzusetzen.

Denn auch wenn die Freude über den 2:1-Erfolg überwog, zeigten die Ingolstädter noch Luft nach oben. Nach dem Anschlusstreffer des KFC geriet die Mannschaft erneut ins Schwimmen, ein Rückfall in alte Zeiten. Uerdingen konnte das zwar nicht bestrafen, gegen das mit viel Selbstvertrauen ausgestatte Halle kann das allerdings nach hinten losgehen.