FC Ingolstadt: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Ananou, Knaller & Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 02.11.2020 | 14:08
Frederic Ananou beim FC Ingolstadt

Frederic Ananou trug zweieinhalb Jahre das FCI-Trikot. ©Imago images/Stefan Bösl

Konstanz herrscht beim FC Ingolstadt in mehrerlei Hinsicht und so ist es auch nicht überraschend, dass es im Vergleich mit anderen Drittligisten im Sommer eher wenige Abgänge beim FCI gab. So mancher Kicker verließ die Schanz dann aber doch. Wie es aktuell läuft? Wir haben uns umgeschaut:

Maximilian Thalhammer:
Der FC Ingolstadt hätte ihn gerne gehalten, doch Thalhammer entschloss sich, „den nächsten Schritt“, wie er damals selbst sagte, beim SC Paderborn zu gehen. Dort stand er sowohl in der ersten DFB-Pokalrunde sowie in der 2. Bundesliga direkt in der Startelf. Danach das Pech: Thalhammer zog sich einen Mittelfußbruch zu, der ihn bis Jahresende außer Gefecht setzt.

Gabriel Weiß:
Der gebürtige Ingolstädter lief schon früh für die zweite Mannschaft des FCI in der Regionalliga Bayern auf, erhielt im Drittliga-Team allerdings keine Chance. Beim FC Gießen stand er in dieser Saison beständig auf dem Feld und geht damit die nächsten Schritte im Herren-Bereich. Dabei stellt er sich mit dem FC Gießen dem Abstiegskampf in der Regionalliga Südwest.

Lucas Galvao:
In der Saison 2019/20 war Lucas Galvao bereits ausgeliehen, im Sommer verließ der Abwehrmann die Schanz endgültig. Damir Canadi lotste seinen ihm noch aus Altacher Tagen bekannten Spieler zu Atromitos Athen nach Griechenland. Dort wurde er in den letzten beiden Partien in die Startelf beordert und beackerte dabei als Verbindungsspieler den linken Flügel. Mit Atromitos liegt Galvao derzeit im grauen Tabellenmittelfeld.

Agyemang Diawusie:
Als „Spieler mit Entwicklungspotential“ von Dynamo Dresden unter Vertrag genommen, stand der Offensivmann ebendort in sieben von acht Partien in der Startelf. Sein einziger Score-Punkt gelang ihm allerdings in seinem einzigen Einsatz als Joker: Jüngst beim 3:0 der SGD gegen den SV Meppen, als Diawusie für Julius Kade auflegte.

Georgios Pintidis:
Wie Weiß verließ auch Eigengewächs Pintidis im Sommer die Schanz. Bei beiden Spielern fehle „noch das letzte Quäntchen“, sagte der Technische Direktor Florian Zehe damals. Bei der SG Sonnenhof Großaspach wollte Pintidis fortan Erfahrungen sammeln, doch kann dem Dorfklub nicht helfen. Er befindet sich derzeit im Aufbautraining.

Marco Knaller:
Etwas weiter nach Süden ging es für Marco Knaller im Sommer. Beim FC Wacker Innsbruck hütet er den Kasten, das Vertrauen des dortigen Trainers Daniel Bierofka ist ihm sicher. So stand er bisher stets von Anfang an zwischen den Pfosten. Am vergangenen Wochenende feierte Knaller mit dem FC Wacker den ersten Heimsieg der Saison, Innsbruck liegt nun auf Rang sieben der Tabelle.

Frederic Ananou:
Neben Thalhammer ist Ananou der zweite Spieler, der das oberbayerische Ingolstadt in Richtung Ostwestfalen, genauer gesagt zum SC Paderborn verließ. Dort verteidigte Ananou direkt an den ersten drei Spieltagen in der Startelf – musste danach allerdings auf die Bank und verlor damit seinen Platz an Johannes Dörfler. Seitdem ging der SCP nicht mehr als Verlierer vom Platz – ein Grund, auf der Rechtsverteidiger-Position vorerst keine Änderung vorzunehmen.

Maximilian Wolfram:
Nach Zwickau ausgeliehen können die Schanzer das Treiben Wolframs ganz genau beobachten. Zuletzt fiel er mit dem FSV Zwickau zwei Spielabsagen zum Opfer, davor allerdings fügte er sich sehr gut ein: Ein Tor und drei Vorlagen lieferte er bei den Schwänen und sammelte damit schon jetzt mehr Scorer-Punkte als in der gesamten letzten Saison beim FCI (zwei Tore, eine Vorlage).