FC Ingolstadt zollt dem Endspurt Tribut

Gegen Nürnberg körperlich deutlich unterlegen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2020 | 09:39

Tomas Oral vom FC Ingolstadt

Tomas Oral muss sich für das Rückspiel etwas einfallen lassen. ©Imago images/Jan Huebner

Der FC Ingolstadt hat nach dem 0:2 im Hinspiel der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg eine Mammut-Aufgabe or sich, soll es doch noch mit dem Wiederaufstieg klappen. Viel Anlass zur Hoffnung gab die gestrige Partie nicht.

"Der Gegner hat uns körperlich und fußballerisch den Schneid abgekauft. Wir waren in vielen Phasen zu brav und haben überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden", sagte FCI-Trainer Tomas Oral dem "Donaukurier".

Hoffnung auf Kutschke

Vor allem die physische Unterlegenheit war im ersten Durchgang überdeutlich. In Halbzeit zwei hielten die Schanzer mit mehr Härte dagegen, konnten aber nicht zwingend werden. Es scheint, dass der FCN den Vorteil durch die längere Pause seit dem letzten Spiel gut genutzt hat.

Zudem hat der "Club" anders als der Drittligist nicht ausschließlich englische Wochen gespielt. Akteure wie Marcel Gaus oder Nico Antonitsch haben Spiel um Spiel in der Startelf gestanden, Stefan Kutschke am Wochenende und Maximilian Beister gestern bezahlten mit Muskelverletzungen die Belastungen der vergangenen Wochen. Gerade Kutschke fehlte als Anspielpunkt im Sturmzentrum. Fatih Kaya und Dennis Eckert Ayensa konnten wenig ausrichten gegen die Nürnberger Innenverteidiger.

Im Rückspiel muss nun ein Sieg mit drei Toren Unterschied her. Dazu wäre eine Rückkehr von Kutschke absolut notwendig, sodass Eckert Ayens um ihn herum seine Stärken ausspielen kann. Auch von den Außenbahnen muss mehr kommen. Ananou nach seiner Einwechslung für Beister zeigt immerhin Ansätze, Elva enttäuschte links über die gesamte Spielzeit. Maximilian Wolfram könnte eine Alternative sein.

Wichtiger wird aber sein, die Mannschaft wieder zu mehr Frische zu führen. Die kommenden Tage dürften für Tomas Oral daher vor allem zur Regeneration genutzt werden.