FC Ingolstadt zu nett für den Aufstieg?

Fehlender Wille in entscheidenden Situationen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Sonntag, 23.02.2020 | 07:55
jeff saibene vom FC Ingolstadt

Jeff Saibene muss bei den Schanzern wieder die richtigen Lösungen finden. ©Imago images/Eibner

Der FC Ingolstadt hat mit seiner dritten Pleite in Serie den direkten Aufstiegsplatz verloren. Vor dem Spiel der Hachinger müssten die „Schanzer“ nach aktuellem Stand in die Relegation, mit der sie schon in der letzten Saison keine guten Erfahrungen gemacht haben. Für zwei Alles-oder-nichts-Spiele braucht es auch entsprechende Mentalität, die der Trainer aber schon jetzt vermisst.

„Wir sind auch teilweise zu naiv, defensiv zu naiv, offensiv zu nett. Wir spielen gut mit, spielen teilweise guten Fußball, aber da wo es weh tut, sind wir nicht gut genug.“, so Jeff Saibene nach der Partie bei Magenta Sport. „In entscheidenden Momenten waren wir nicht hart genug in den Zweikämpfen.“ 

Von überhart zu übervorsichtig?

Damit sprach der Trainer wohl auch Situationen wie beim 0:2 an, als Nils Butzen sehr unbedrängt im Sechzehner den Ball führen konnte und ihn dann noch per Tunnel zu Aaron Opoku weiterleitete. Ein Tor in den letzten drei Spielen verdeutlicht, welche Probleme der Luxemburger in der Offensivabteilung damit ansprach.

Zwar hat der FCI nachwievor den drittbesten Angriff und auch die viertbeste Defensive der Liga, doch die vom Übungsleiter angesprochene Schwäche muss abgestellt werden. Dabei verwundert der Vorwurf der „Nettigkeit“ doch mit Erinnerung an die Hinrunde ein wenig, als die Ingolstädter auch durch mehrere Platzverweise auffielen. 

Einen davon bekamen die „Schanzer“ übrigens im Hinspiel gegen den kommenden Gegner Viktoria Köln, als Thomas Keller beim 0:3 Rot sah. Es war auch der Auftakt zu einer Serie von drei Niederlagen. Nun soll ein Sieg genau solch eine Serie beenden.

»Mobil wetten leicht gemacht. Jetzt kostenlose 888sport App holen & bequem auf das nächste Ingolstadt-Spiel tippen!