Unterhaching: Jüngste Startelf seit Aufstieg

Duell der Gegensätze wartet

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 20.01.2021 | 09:41
Arie van Lent

Arie van Lent kann auf dem 0:0 gegen Türkgücü München aufbauen. ©Imago images/Passion2Press

Wenn es darum geht, welcher Drittligist den jüngsten Altersschnitt in seiner Startelf vorweisen kann, ist an der U23 des FC Bayern logischerweise kein Vorbeikommen. Direkt dahinter jedoch folgt seit dem gestrigen Mittwoch ein Team aus der Münchner Vorstadt.

Die SpVgg Unterhaching lief gegen Türkgücü München mit einer Mannschaft auf, deren Spieler im Schnitt 23,3 Jahre alt sind – und stellt damit, abgesehen von den „kleinen Bayern“, die jüngste Startelf der Liga. Seit dem Aufstieg 2018 beorderte die Spielvereinigung keine so junge Elf auf einen Drittliga-Rasen.

Ungleiche Defensiv-Zange

Was dabei natürlich half: Abwehr-Routinier Robert Müller (34) fehlte gelbgesperrt, ihn ersetzte der zehn Jahre jüngere Christopher Greger, der an der Seite von Felix Göttlicher (18) agierte. Markus Schwabl auf der rechten Defensivseite war mit 30 Lenzen der „Senior“. Sein Gegenüber: Jannis Turtschan, der, als Schwabl im August 2010 seinen ersten Drittliga-Einsatz hatte, als Achtjähriger noch die Grundschulbank drückte.

Der Kern der gestrigen Startelf gegen Türkgücü bewegte sich zwischen 20 und 24 Jahren und zeigte, dass die derzeitige Ergebniskrise nicht an der fehlenden Erfahrung liegen dürfte. Die SpVgg hielt den Kontrahenten aus der Spitzengruppe der Tabelle jedenfalls gekonnt vom eigenen Tor fern und hatte selbst gute Möglichkeiten – einzig die Chancenverwertung ließ wie schon zuletzt gegen den 1. FC Magdeburg zu wünschen übrig.

Jüngste trifft auf älteste Startelf

In drei der letzten vier Partien ging die Spielvereinigung ohne eigenes Tor vom Platz. Trotzdem bleibt SpVgg-Trainer Arie van Lent optimistisch: „So ein Spiel wie heute ist eine kleine Hilfe, um vielleicht gegen Zwickau wieder mit drei Punkten das Optimale rauszuholen“, wie er bei MagentaSport sagte.

Gegen den FSV Zwickau prallen dann Welten aufeinander. Hier der Jugendwahn der Spielvereinigung, dort die Überzeugung, mit gestandenen und erfahrenen Drittliga-Kickern zum Erfolg zu kommen: Der FSV Zwickau stellte im gestrigen Nachholspiel gegen den SC Verl (1:1) jedenfalls die ältestes Startelf der Liga (im Schnitt 28,8 Jahre) auf den Platz.