Nicu & Co.: Das machen die Ex-Hachinger nun

Zwischen 2.Liga und Kreisliga

Absolvierte 105 Spiele für die SpVgg Unteraching: Maximilian Nicu. ©Imago/foto2press

Acht Spieler, die in der letzten Saison für die Drittliga-Mannschaft zum Einsatz gekommen sind, haben die SpVgg Unterhaching im Sommer verlassen. Allen voran Mittelfeldstratege Maximilian Nicu, der seine Karriere beendete. Was er heute macht, erzählte er uns in einem kurzen Interview. Was aus den anderen Abgängen geworden ist, lest Ihr weiter unten.

Herr Nicu, Sie haben im Sommer Ihre aktive Karriere beendet. Wie lange reifte dieser Gedanke in Ihnen, bis Sie dann auch diesen sicher schwierigen Entschluss getroffen haben?
Maximilian Nicu: „Es ist natürlich schon eine Sache, die sich nicht von einem Tag auf den nächsten festlegen lässt. Man beschäftigt sich halt ab einem gewissen Alter oder auch einer gewissen Fitness mit dem Gedanken, wie es nach der aktiven Karriere weitergehen kann. Nachdem ich in Haching anfing, wusste ich schon, dass nach den drei Jahren Vertrag auch Schluss sein könnte. Endgültig habe ich mich damit in der letzten Winterpause beschäftigt – aufgrund verschiedener Faktoren.“

Nun sind Sie vom Spielfeld an die Seitenlinie gewechselt. Was macht für Sie den Reiz am Trainerjob aus?
Nicu: „Eigentlich war das gar nicht geplant. Das hat sich dadurch ergeben, dass Prien mein Geburtsort ist und ich die Leute dort noch sehr gut kenne. Als die dann mitbekommen haben, dass ich meine aktive Karriere beende, hat mich der TuS gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Und das konnte ich.

Der Reiz liegt in dem Falle zum einen darin, dass es mein Heimatort ist, und zum anderen ist es natürlich auch lehrreich, die Dinge im Fußball mal aus einer anderen Perspektive, eben der des Trainers, zu sehen. Zudem ist das nun noch auf einem Niveau, auf dem nicht so der große Druck herrscht, sodass ich einfach sehen kann, ob der Platz auf der Trainerbank etwas für mich ist oder eben nicht.“

Die Spieler sind alle ambitioniert und wollen auch etwas dazulernen. (Maximilian Nicu über den TuS Prien)

Was macht Ihren Heimatverein außerdem noch zu der idealen ersten Trainerstation für Sie?
Nicu: „Ich habe nie den Kontakt dorthin verloren, kenne noch sehr, sehr viele Leute in Prien. Mein Co-Trainer ist ein alter Kindheitsfreund von mir, mit dem ich Fußball spielend aufgewachsen bin. Auch die Vereinsstrukturen und das Gelände kenne ich noch bestens und bin einfach sehr vertraut mit dem Verein. Zudem sind die Spieler im Team alle ambitioniert und wollen auch etwas dazulernen. Das macht das Ganze natürlich noch interessanter. Eben nicht einfach nur als Trainer die Hütchen aufzustellen, sondern den Jungs auch etwas mitgeben zu können.“

Wie intensiv verfolgen Sie denn noch die SpVgg Unterhaching? Oder nimmt man sich erst mal eine Auszeit, um Abstand vom Profisport zu gewinnen?
Nicu: „Logisch, dass es nicht mehr so intensiv ist, als wenn man aktiv dabei wäre. Aber ich bin schon noch häufig dort. Immerhin bin ich auch noch tätig für Haching: in erster Linie unterstützend im Scouting- und auch Pressebereich. Dadurch, dass ich gerade mal Luftlinie 400 oder 500 Meter weit weg vom Trainingsplatz wohne, sage ich den Jungs natürlich auch noch oft hallo. Immerhin bin ich den meisten ja auch noch sehr verbunden.“

Ist denn – von der Theorie her – eine Rückkehr zu Unterhaching als Trainer möglich?
Nicu: (lacht) „Ich habe gelernt, dass man niemals nie sagen soll. Theoretisch würde ich es nicht ausschließen. Es ist aktuell aber nichts in diese Richtung vorgesehen.“

Die übrigen Abgänge:

Ulrich Taffertshofer vom VfL Osnabrück

Nun in Osnabrück: Nach 110 Einsätzen verließ Ulrich Taffertshofer Unterhaching in diesem Sommer. ©Imago/Osnapix

Ulrich Taffertshofer
Als einziger der Abgänge ist Taffertshofer in der Liga geblieben. Beim Konkurrenten VfL Osnabrück ist er eine tragende Säule. Alle bisherigen Ligaspiele bestritt der defensive Mittelfeldspieler über die volle Distanz.

Korbinian Müller
Das Hachinger Eigengewächs hat sich dem FC St. Pauli angeschlossen, wo er bisher allerdings nur den Status der Nummer drei innehat und zu drei Spielen bei der zweiten Mannschaft kam.

Marco Rosenzweig
Für den Linksverteidiger reichte es letzte Saison nach einem Kreuzbandriss nur zu zwei Spielen bei der Spielvereinigung. Bei seinem neuen Klub TSV Buchbach läuft es besser. In der Regionalliga Bayern kam er alle elf Spiele zum Zug.

Alexander Piller
Beim 1. FC Schweinfurt 05 kommt der Mittelfeldspieler, der letztes Saison lange wegen Patellesehnenproblemen fehlte, regelmäßig zum Einsatz und das meist auch von Beginn an.

Marc Zettl
Der 19-Jährige kommt auch nach seinem Wechsel zum VfR Garching nicht so richtig in Tritt. Bis dato reichte es zu drei Kurzzeiteinsätzen in der Regionalliga Bayern.

Tim Schels
Ebenfalls 19 Jahre, ebenfalls in die Regionalliga Bayern gewechselt. Doch in seinem Fall mit mehr Erfolg bisher. Der zentrale Mittelfeldspieler hat sich zum Stammspieler beim SV Heimstetten gemausert.

Vitalij Lux
Nach seinen Teilzeiteinsätzen in der letzten Saison kommt Lux nun bei seinem neuen Verein SSV Ulm regelmäßig zum Einsatz. Doch seine Treffsicherheit lässt der Stürmer noch vermissen: nur ein Tor zwei Tore in 9 Pflichtspielen. Davon aber eines beim Pokalsieg gegen Eintracht Frankfurt.

Thomas Steinherr
Den Mittelfeldspieler zog es trotz regelmäßiger Einsatzzeiten zum FC Homburg in die Regionalliga Südwest. Dort zählt er zu den Stammspielern und steuerte schon drei Scorerpunkte bei.

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