SpVgg Unterhaching: Aufstieg käme Schwabl zu früh

Vorrang für professionellere Strukturen

Manni Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching

Aufstieg ja, aber nicht in dieser Saison: Manni Schwabl will Haching kontinuierlich weiterentwickeln ©Imago/Eibner

Bei der SpVgg Unterhaching hat Präsident Manfred Schwabl auch in der Winterpause seine Skepsis in Bezug auf einen möglichen Aufstieg nicht abgelegt. Aus Sicht des Ex-Nationalspielers käme eine Rückkehr der Bayern ins Unterhaus unabhängig vom sportlichen Potenzial des Teams aufgrund der weiteren Rahmenbedingungen zu früh.

Mir wäre lieber, wenn es in zwei, drei Jahren passieren könnte. (Hachings Präsident Manfred Schwabl über einen Zweitliga-Aufstieg)

In einem Bericht des Bayerischen Rundfunks vor Beginn des zweiten Saisonabschnitts mit dem Gastspiel bei Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC (Samstag) machte Schwabl aus seinen unveränderten Prioritäten weiter kein Hehl: Im Falle einer Wahlmöglichkeit „wäre mir lieber, wenn es in zwei, drei Jahren passieren könnte, weil wir dann von der Struktur nachkommen“.

Hachings Vereinchef möchte für eine dauerhafte Etablierung des Klubs im Profi-Bereich ungeachtet von nur zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zunächst einige Baustellen schließen. Schwabl kündigt für den Verlauf des angebrochenen Jahres die Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein an. Außerdem will der 51-Jährige die Stadion-Thematik aufgreifen und die Vermarktung professionalieren.

Schromm unterstützt Politik der kleinen Schritte

In seiner Sichtweise ist sich Schwabl auch mit Trainer Claus Schromm einig. Trotz 17 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone kreisen die Gedanken des Coaches derzeit immer noch mehr um den Klassenerhalt des Tabellenfünften statt um einen Durchmarsch des Aufsteigers.

Wenn Haching jedoch durch sechs weitere Zähler die 40-Punkte-Marke erreicht haben wird, will Schromm möglicherweise neue Ziele stecken. „Dann macht es Sinn, mal zu schauen, welches Datum wir haben und ob wir uns nochmal nach vorne orientieren können“, sagte der 48-Jährige.

In Falle eines Falles würde letztlich auch Schwabl den Aufstieg nicht ablehnen. Bei anhaltendem Erfolg der Mannschaft „werde ich sicher zu keinem sagen: ‚Bitte halblang machen oder mal die A-Jugend spielen lassen“, meinte der frühere Profi von Bayern München, des 1. FC Nürnberg und von 1860 München: „Das macht ja überhaupt keinen Sinn.“