SpVgg Unterhaching: Spätzünder Hain

Keiner trifft öfter in den letzten 30 Minuten

Stephan Hain jubelt

Eiskalt: Stephan Hain nach seinem Last-Minute-Treffer gegen Bremen ©Imago/foto2press

Stephan Hain ist so etwas wie die Lebensversicherung der SpVgg: Schießt er ein Tor, verliert Haching nämlich fast nie. In elf Spielen traf der Ex-Löwe ins Schwarze, nur in einer Partie ging die Elf von Trainer Claus Schromm ohne Punkt vom Platz (1:4 in Großaspach). Neun Begegnungen hingegen gewannen die Münchner Vorstädter.

Mr. Last-Minute

Besonders in engen Begegnungen ist Hain Gold wert, je dreimal schoss er das wichtige 1:0 sowie den Ausgleich. Dabei zeigt er eine besondere Stärke. Acht Mal traf der Angreifer bereits in den letzten 30 Minuten des Spiels – mit Abstand Ligahöchstwert.

Mit seinem letzten Treffer bescherte er seiner Mannschaft damit sogar in letzter Minute einen 1:0-Sieg gegen Bremen. Auch im Hinspiel gegen den kommenden Gegner Halle schlug der 29-Jährige in der „Crunch-Time“, also wenn das Spiel in die entscheidende Phase geht zu, markierte beim 2:1-Sieg das zwischenzeitliche 2:0. Womöglich hängt ein Sieg Hachings gegen Halle auch von einem Hain-Tor ab.

Ladehemmung?

In den letzten Sieben spielen gelang ihm nämlich lediglich ein Treffer, in diesem Zeitraum holte die SpVgg im Schnitt nur noch einen Zähler pro Partie (zuvor 1,86/Spiel). Solche Statistiken wird auch der HFC kennen und auf den Goalgetter sicherlich besonderen Augenmerk legen.

Dies würde allerdings Räume für die anderen Offensivspieler Hachings reißen, die dann als Goalgetter in die Presche springen, wenn Hain mal nicht trifft. Besonders von den Außenbahnen könnte mehr Gefahr kommen, der hochveranlagte Dribbler Thomas Steinherr zum Beispiel wartet in 21 Ligaspielen noch immer auf seinen ersten Saisontreffer. Vielleicht ist es ja schon gegen den HFC soweit.