SpVgg Unterhaching: Schromm-Kritik an Abwehr

Aufsteiger fällt weiter zurück

Kritik am Defensivverhalten: Hachings Coach Claus Schromm

Mit Hachings Abwehr unzufrieden: Trainer Claus Schromm © imago/foto2press

Die SpVgg Unterhaching wandelt sich vom Überraschungsteam der Liga zum Problemfall. Durch die 1:2-Pleite bei Abstiegskandidat Chemnitzer FC wartet der Aufsteiger auch nach dem fünften Spiel seit Ende der Winterpause noch auf den ersten Sieg im neuen Jahr.

Wir haben schlecht verteidigt. (Unterhachings Trainer Claus Schromm)

Trainer Claus Schromm sieht die Ursache für den neuerlichen Rückschlag bei den Himmelblauen anders als in den Vorwochen in fehlerhaftem Abwehrverhalten und nicht in der mangelnden Durchschlagskraft im Angriff. „Wir haben schlecht verteidigt und dazu beigetragen, unsere Führung zu verspielen“, sagte der Coach in der Süddeutschen Zeitung.

Durchmarsch für Aufsteiger kein Thema mehr

Durch die Schwierigkeiten im neuen Jahr müssen sich die Münchner Vorstädter auch kaum noch Gedanken über die Möglichkeiten eines Durchmarsches in die zweite Liga machen. Nachdem Haching als Tabellenfünfter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang in die Winterpause gegangen war, liegt der Ex-Bundesligist inzwischen auf Platz sieben schon acht Zähler hinter dem Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden zurück.

Schromms Ärger ist verständlich. Chemnitz agierte nach dem Rückstand seinen Möglichkeiten entsprechend weitgehend nur mit langen Bällen in die Spitze, doch Unterhachings Defensive bekam die Platzherren dennoch nicht unter Kontrolle.

In seinem Frust machte Schromm neben seinen Abwehrspielern auch Torwart Korbinian Müller für den vorübergehenden Ausgleich der Sachsen mitverantwortlich. „Den kann man schon haben“, murrte Hachings Trainer über den Fehler seines Keepers.

An Umstellungen in der Abwehr für das nächste Punktspiel gegen die Sportfreunde Lotte (Samstag) kommt Schromm ohnehin nicht vorbei: Verteidiger Alexander Winkler ist wegen der zehnten Gelben Karte gesperrt.