SV Meppen: Klares Profil bei Neuzugängen

Frings-Identifikation mit SVM-Transferstrategie

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2020 | 09:26
Marco Komenda beim SV Meppen

Prototyp der Meppener Strategie: Marco Komenda schaffte den Sprung nach oben. ©Imago images/osnapix

Der SV Meppen erlebt in diesem Sommer einen Umbruch. Erfolgstrainer Christian Neidhart ist weg, er sorgte maßgeblich dafür, dass der SVM nicht mehr „die graue Maus“, wie er es Mitte April selbst ausdrückte, ist, sondern sich in Liga drei nach oben orientieren konnte.

Bewerkstelligt wurde das auch durch eine kluge Auswahl der Spieler. Der Verein fungierte für viele von ihnen als Sprungbrett nach oben, muss sich deswegen allerdings auch stets neu erfinden – das ist auch unter dem neuen Trainer Torsten Frings nicht anders.

Bei der Auswahl der Neuzugänge legt er den Fokus deshalb klar fest. „Entweder junge, die sich entwickeln wollen, oder Spieler, die sich noch einmal beweisen wollen und die hundert Prozent Überzeugung haben, zu uns zu kommen“, gibt Frings im Kicker (Ausgabe vom 30.7.2020) jetzt das Profil vor.

Das Rad dreht sich

Die Herangehensweise hat sich dahingehend im Emsland nicht großartig geändert, auch Frings beschwört die Meppener Vorteile wie das ruhige Umfeld sowie gewachsene Begeisterung am Verein. Ein Spieler zeigte sich davon bereits überzeugt.

Mit Abwehrmann Lars Bünning gab der SVM am gestrigen Mittwoch seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison bekannt und der passt genau ins Raster von Frings: „Lars ist ein junges Talent, das sich noch enorm entwickeln wird. Ich habe ihn schon länger auf dem Zettel“, so der Meppener Coach bei der Verpflichtung Brünnings.

Dieser soll die Lücke füllen die der Abgang von Marco Komenda hinterließ. Eben jener Komenda kam einst von Gladbach II ins Emsland, ohne Erfahrung in der dritten Liga und wechselt nun bekanntlich zu Holstein Kiel in Liga zwei. Ein Weg, der als Argument beim Werben um Neuzugänge ein gewichtiges Argument sein dürfte.