Unterhaching gegen Zwickau: Duell der weißen Westen

Nico Mantl und Johannes Brinkies überzeugen

Johannes Brinkies dirigiert die Abwehr des FSV Zwickau

Sicherer Rückhalt: Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies hielt seinen Kasten schon sechsmal sauber. ©Imago images/Köhn

Eine weiße Weste behält ein Torhüter, wenn er ohne Gegentreffer vom Platz geht – diese Erfahrung durften Unterhachings Keeper Nico Mantl und Zwickau-Schlussmann Johannes Brinkies in dieser Saison schon oft machen.

Während Mantl seinen Kasten fünfmal sauber hielt, zuletzt beim 0:0 in Braunschweig, sicherte Brinkies seiner Mannschaft in dieser Saison schon sechsmal hinten die Null – ligaweit der beste Wert. Am Samstag nun kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Torhüter, deren Profile sich voneinander unterscheiden.

Kühner Youngster

Auf Hachinger Seite steht Mantl, der 19-Jährige Keeper, der von der SpVgg trotz früherer Wackler mit großem Vertrauen ausgestattet wurde und dies aktuell zurückzahlt. So hielt der jüngste Stammtorhüter der Liga auch zuletzt in Braunschweig dem Druck stand, leistete sich keinen Fehler, bewies in einer Druckphase der Gäste einen kühlen Kopf.

In den vorherigen Spielen Hachings schon auffällig: Mantl wird bei starken Aktionen oft von den Mannschaftskollegen abgeklatscht – Ausdruck von Geschlossenheit beim Münchner Vorstadtklub. Das Team profitiert dann in der Gesamtheit von der neu gewonnen Defensivstärke, kann wie zuletzt in Braunschweig ein 0:0 halten.

In der Vorsaison war die Mannschaft noch nicht so reif, nur zwei Zu-Null-Spiele standen nach dem zwölften Spieltag der Saison 2018/19 zu Buche. Das zahlt sich aus: Vier Punkte mehr hat die SpVgg im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr auf dem Konto.

Gestandener Anführer

Während Mantl seine Wichtigkeit also Woche für Woche steigert, ist die Bedeutung von Johannes Brinkies für den FSV Zwickau hinlänglich bekannt. Der gebürtige Grevensmühlener, der 2016 nach Westsachsen wechselte und seitdem durch den FSV-Kasten fliegt, zeigte in der Vergangenheit spektakuläre Paraden genauso wie eine unbedingte Gier nach Siegen. Durch seine Einstellung ist er als Kapitän prädestiniert, mit seinen Leistungen hat Brinkies stets Anteil am Erfolg.

So auch in der vergangenen Saison, die Zwickau auf Rang sieben abschloss. Dabei fehlte er fünfmal verletzungsbedingt, immer kassierten die Schwäne mindestens einen Gegentreffer. Stand Brinkies allerdings in der ersten Elf, hielt der FSV elfmal hinten die Null – ein Wert, den der Keeper gerade im Begriff ist zu übertreffen: Wie eingangs erwähnt stehen sechs Weiße Westen für den Leitwolf zu Buche. Kann er diese Quote halten, knackt er die 18 Zu-Null-Spiele von HFC-Schlussmann Kai Eisele aus der Vorsaison.

Gute Erinnerungen

Wie Mantls sind auch Brinkies´ Leistungen eminent wichtig für die gesamte Mannschaft. Zu-Spiele signalisieren dem Gegner: Hier gibt es nichts zu holen. Dass die weißen Westen das Selbstvertrauen des Torhüters stärken und sich oft eine Aufwärtsspirale bei den Leistungen entwickelt, ist ein positiver Nebeneffekt.

Ob beide Keeper ihre Tore im direkten Duell wieder sauber halten? Beim letzten Aufeinandertreffen gab es jedenfalls einen 1:0-Sieg für Zwickau in Unterhaching. Das Zustandekommen passt zur Statistik: Johannes Brinkies legte mit einem gehaltenen Elfmeter in der 47. Minute den Grundstein für den Sieg.

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