Unterhaching: Gelebte Kontinuität

SpVgg schafft früh Fakten bei Verträgen

Nico Mantl bei der SpVgg Unterhaching

Ein Beispiel für Hachinger Konstanz: Keeper Nico Mantl. ©Imago images/foto2press

„Die Uhren ticken in Unterhaching anders“ – dieser Satz, den Claus Schromm anlässlich seiner Vertragsverlängerung vor knapp zwei Wochen sagte, ist nicht nur Ausdruck des bayerischen Selbstverständnisses in der Münchner Vorstadt, sondern trifft momentan so gut zu wie selten.

Während sich nämlich andernorts die Personalplanungen schwierig gestalten und Vereine den Abgang von Leistungsträgern zumindest befürchten müssen, gibt es in Unterhaching was das angeht, keine Fragezeichen mehr: Nachdem auch Steve Kroll und Dominik Stahl ihre Verträge verlängerten und klar ist, dass Alexander Winkler die SpVgg im Sommer Richtung Kaiserslautern verlässt, läuft kein Vertrag im Sommer aus.

SpVgg schafft Identifikation

Die meisten Akteure besitzen aktuell einen Kontrakt bis 2021. Talente wie Nico Mantl oder Luca Marseiler stattete Unterhaching gar mit einem langfristigen Arbeitspapier bis 2023 aus, erfahrene Recken wie Stephan Hain, Dominik Stahl oder Josef Welzmüller stehen nicht auf dem Abstellgleis, sondern sind Zugpferde auf dem Platz und Identifikationsfiguren daneben.

Ein Blick auf die Tabelle lässt vermuten, dass der von den Protagonisten in der Münchner Vorstadt vielbeschworene „Hachinger Weg“ durchaus in die richtige Richtung geht – wobei die Konstanz in personeller Hinsicht dabei durchaus nicht hinderlich ist.

„Wir sind in Unterhaching eine große Familie“, beschwört auch Kapitän Welzmüller, dessen Vertrag bei der SpVgg einst trotz Kreuzbandrisses verlängert wurde und der inzwischen auf dem Platz zurückkehrte, das Gemeinschaftsgefühl. Ob es für diese Familie im Sommer Neuzugänge gibt?

Zumindest kehren die an Kooperationspartner 1860 Rosenheim verliehenen Talente zurück, außerdem hatte Präsident Manfred Schwabl angekündigt, in Zukunft noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen zu wollen. Ob und wie sich die SpVgg ansonsten verstärkt, bleibt abzuwarten. Angesichts der Vertragssituation der eigenen Spieler kann sie jedenfalls relativ entspannt in die Zukunft blicken.