Unterhaching: Gesprächsbereit bei Ergänzungsspielern

Abgänge im Winter möglich

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 08.01.2021 | 14:17
Manfred Schwabl und Arie van Lent

Arie van Lent (r.) ist Abgängen nicht abgeneigt. ©Imago images/foto2press

SpVgg-Präsident Manfred Schwabl legte sich bereits fest: Im Winter gibt es keine Neuzugänge bei Unterhaching. Stattdessen soll der Jugendkurs noch stärker forciert werden. Auf der anderen Seite der Transferfront, den Abgängen, könnte sich allerdings durchaus etwas tun. So verriet Arie van Lent nun im Interview mit der tz: „Wenn jemand gehen will, weil er nicht genug Einsatzzeit bekommt, dann geben wir ihm die Möglichkeit.“ 

SpVgg strukturiert um

Bei keinem anderen Drittligisten ist die Diskrepanz zwischen Kaderspielern und eingesetzten Akteuren so groß wie bei der Spielvereinigung. Natürlich hat Unterhaching auch viele Talente im Kader, für die das Training mit dem Profi-Team schon ein Fortschritt ist, nichtsdestotrotz scheuen sich die Münchner Vorstädter nicht, ihren Eigengewächsen Spielpraxis zu geben.

Spieler wie Sascha Bigalke oder Jim-Patrick Müller lässt Unterhaching bewusst außen vor. Dazu kommen die Spieler, die verletzungsbedingt in dieser Saison überhaupt noch nicht auflaufen können wie Marc Endres, Josef Welzmüller, Stephan Hain und Dominic Stahl – zumindest bei letzterem zeichnet sich ein Ende der Leidenszeit ab.

Van Lent scheint seine Formation nun gefunden zu haben, veränderte die Startelf in den letzten Partien nur marginal. Dabei stehen durchaus Spieler im Kader, denen vor der Saison mehr Einsatzzeit zugetraut worden ist, wie beispielsweise Jannik Bandowski, der defensiv nicht an Max Dombrowka vorbeikommt und offensiv gegen Viktoria Köln und Dynamo Dresden nicht überzeugen konnte.

Bisher kaum eine Rolle spielte Julien Richter, der vor der Saison aus Burghausen kam, allerdings zeigte der jüngste Trend bei ihm nach oben. Zumindest sammelte er beim 1:1 gegen Bayern II seine ersten Einsatzminuten für die Münchner Vorstädter. Von diesen gar keine hatte bisher Flügelmann Maximilian Krauß, während Angreifer Felix Schröter, der in der vergangenen Saison 30 Mal in der Startelf stand, bisher erst dreimal beginnen durfte, als Alternative im Sturm aber unabkömmlich ist.

Weniger die Transferaktivitäten als das Geschehen auf dem Platz stehen allerdings am morgigen Samstag im Fokus. Dann nämlich reist die SpVgg Unterhaching nach Rostock. Keine Kaffeefahrt soll daraus laut van Lent werden: „Wir fliegen da nicht zum Spaß rauf – ich traue uns auf jeden Fall zu, was mitzunehmen.“