Unterhaching: Hain fehlt mehrere Monate

SpVgg-Präsident Schwabl äußert sich zu Nachwuchsfördertopf

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 25.08.2020 | 14:54
Stephan Hain bei der SpVgg Unterhaching

Stephan Hain kann in nächster Zeit nicht auf dem Feld stehen. ©Imago images/foto2press

Mit 3:0 gewann die SpVgg Unterhaching ihr letztes Testspiel gegen Wacker Innsbruck. Nicht mit dabei war Angreifer Stephan Hain, bei dem bisher nicht klar war, wie lange die Münchner Vorstädter noch auf ihn verzichten müssen.

Nun hat die SpVgg Gewissheit, wenn auch eine traurige: Eine Untersuchung am gestrigen Montag ergab Knieprobleme bei Hain, der die „nächsten Monate“ pausieren muss, wie der Verein selbst am heutigen Dienstag vermeldete.

Bereits im letzten Jahr war Hain lange außen vor, fiel mit einem Schaden am Syndesmoseband lange aus. Doch der Stürmer kämpfte sich zurück, feierte fast fünf Monate später sein Comeback im Landespokal und gab sich in Bezug auf den neu entfachten Konkurrenzkampf im Hachinger Angriff positiv.

Die Erfahrung Hains fehlt

Die neuerliche Verletzung dürfte auch die Planungen des neuen Haching-Trainers Arie van Lent betreffen, der nun vorerst ohne den Sturm-Veteran testen muss. Gegen Innsbruck zeigten sich bereits Felix Schröter und Neuzugang Patrick Hasenhüttl treffsicher. Ob die SpVgg trotzdem nochmal auf dem Transfermarkt nachlegt? Das ist nicht auszuschließen.

Dass Unterhaching konsequent auf die Jugend setzt, ist kein Geheimnis, dafür braucht es allerdings auch Anführer wie Hain, die vorangehen und ein Stück weit den Druck von den Schultern der Nachwuchskicker nehmen.

Während Hain das demnächst nur neben dem Platz machen kann, gibt es auch erfreulichere Nachrichten in der Münchner Vorstadt: Vom DFB gibt es für die SpVgg 259.000 Euro aus dem Nachwuchsfördertopf, wo Unterhaching den dritten Rang einnimmt.

Präsident Manfred Schwabl benannte dies als „tolle Auszeichnung“, richtete seinen Blick aber direkt nach vorne: „Nichtsdestotrotz muss das ausgeschüttete Geld aus dem Topf mittelfristig drastisch erhöht werden. Nur so kann nachhaltig ein Umdenken bei den Vereinen stattfinden“, so Schwabl.