Unterhaching: Hasenhüttl spielt sich fest

Gastspiel in Saarbrücken wird Geisterspiel

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 17.10.2020 | 09:44
Patrick Hasenhüttl jagt den Ball.

Im Sturmzentrum der SpVgg Unterhaching ist Patrick Hasenhüttl aktuell gesetzt. ©imago images/Eibner

Mit zuletzt drei Siegen in Folge hat sich Unterhaching nach vorne geschoben, die Spielvereinigung geht als Tabellenzweiter in den 5. Spieltag. Eine Position, welche der ambitionierte KLub selbstverständlich verteidigen möchte. In der Startelf für das Duell mit dem 1. FC Saarbrücken darf dann auch wieder Patrick Hasenhüttl in der Startelf erwartet werden.

In der Vorwoche traf der 23-Jährige erstmals für seinen neuen Klub, leitete mit seinem Ausgleichstreffer die Wende zum 2:1-Erfolg über Meppen ein. „Der Trainer hatte es mir schon unter die Nase gerieben„, erklärte er nun in der Abendzeitung, dass sein Trainer Arie van Lent bereits sanften Druck auf den Sommer-Neuzugang auswirkte.

über Aufstiegsambitionen in Unterhaching
„ Wäre top, wenn wir ein Wörtchen mitreden können. ”
Patrick Hasenhüttl

„Arie ist menschlich top, vom Fachlichen her kann er uns viel erklären. Gerade mir als Stürmer, denn er weiß ja auch selbst, wo die Kiste steht“, nimmt sich Hasenhüttl dabei den Rat des Trainers, der in seiner aktiven Zeit 120 Erst- und 142 Zweitliga-Partien absolvierte, zu Herzen. Denn Tore wird die SpVgg auch weiterhin benötigen, schließlich ist man am Sportpark weiter ambitioniert.

Zum direkten Kreis der Aufstiegsfavoriten will Hasenhüttl Unterhaching zwar nicht zählen, trotzdem: „Wäre top, wenn wir ein Wörtchen mitreden können.“ Die Basis, dass solche Ambitionen nicht nur Wunschdenken, sondern auch weiterhin Realität bleiben, hat der Stürmer in Saarbrücken selbst in der Hand. Da Stephan Hain mit Knieproblemen weiterhin keine Option ist und Dominik Stroh-Engel bislang als Joker funktionierte, dürfte Hasenhüttl als mitspielender Angreifer erneut im Sturmzentrum beginnen.

Keine Zuschauer in Saarbrücken

Ein lautstarker Sturm von der Tribüne ist unterdessen nicht zu erwarten. Wie der FCS noch am späten Freitag Abend mitteilte, wurde die ohnehin auf 900 festgelegte maximale Zuschauerzahl reduziert, da die kritische Inzidenzmarke im Bereich Saarbrücken überschritten wurde.

„Eine kurzfristige Reduzierung der erlaubten Zuschauerzahl hätte auch bedeutet, dass eine erneute Auswahl des Zuschauerkreises notwendig geworden wäre. Hierzu hätte es definitiv keine faire Lösung gegeben“, begründeten die Gastgeber ihre Entscheidung, das Duell mit Unterhaching zu einem Geisterspiel zu erklären und somit gänzlich auf Zuschauer zu verzichten.