Unterhaching: Heimsieg schon zur Halbzeit?

Vor der Pause torgefählich, nach der Pause defensiv stabil

Nico Mantl im Spiel gegen Chemnitz.

©imago images/foto2press

Es läuft für Unterhaching. Die Tabellenführung konnte am vergangenen Wochenende erfolgreich verteidigt werden und auch nach dem Heimspiel am morgigen Samstag gegen Preußen Münster hätte in der Münchner Vorstadt wohl niemand etwas dagegen, sollte die SpVgg weiterhin vom Platz an der Sonne aus grüßen.

Eine interessante Statistik lässt vermuten, dass dieses Unterfangen unter einem guten Stern steht: Während Münster im ersten Durchgang eine schwache Tordifferenz von 2:9 aufweist und dort dringend ansetzen muss, kann Unterhaching vor der Pause auf eine starke Offensive verweisen. Neun Treffer erzielte die Schromm-Elf bislang in den ersten 45 Minuten.

Defensive auch am Samstag gefordert

Auch die Bilanz nach der Pause dürfte Unterhaching Mut machen: Hier stellt die Mannschaft mit lediglich vier Gegentreffern die zweitbeste Defensive der Liga. Auf diese dürfte es auch am Samstag ankommen, schließlich zeigten sich die Münsteraner mit zwölf Treffern im zweiten Durchgang deutlich offensivstärker.

Dass es in Unterhaching bislang läuft, hat vielschichtige Gründe. Zwar ist das Lazarett wie in der vergangenen Rückrunde bereits wieder prall gefüllt – sieben Spieler stehen Schromm am Samstag voraussichtlich nicht zur Verfügung – die Mannschaft kann diese Fülle an Ausfällen 2019/20 aber wesentlich besser kompensieren, vor allem in der Abwehr.

Flexible Hintermannschaft

Während Kapitän Josef Welzmüller nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit benötigt, kam auch Marc Endres auf Grund von Knieproblemen bislang erst zwei Mal zum Einsatz. Das Duo Alexander Winkler und Christoph Greger fing diese beiden Ausfälle bislang aber mehr als auf und erwies sich als sichere Lösung in der Innenverteidigung.

Gepaart wird das mit der taktischen Flexibilität, die Claus Schromm seiner Hintermannschaft verpassen konnte: In den beiden Spielen mit Endres ließ er eine Dreierkette verteidigen. Nutznießer und ein weiterer Grund dieser defensiven Sicherheit ist Nico Mantl, der in die großen Fußstapfen von Lukas Königshofer treten musste.

Diese Aufgabe löste Mantl bislang mit Bravour und strahlt trotz seiner erst 19 Jahre und der damit einhergehenden überschaubaren Erfahrung von 14 Drittliga-Einsätzen eine große Ruhe aus. Der Lohn für seine positive Entwicklung: Die erstmalige Berufung in die deutsche U20-Nationalmannschaft.

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