Unterhaching: Robert Müller auf Rekordkurs

Verteidiger vor Sprung in die Geschichtsbücher

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 16.12.2020 | 13:28
Unterhachings Coach Arie van Lent.

Unter SpVgg-Coach Arie van Lent ist Robert Müller in der Viererkette gesetzt. ©imago images/Passion2Press

Bei der SpVgg Unterhaching herrscht bekanntlich der Jugend-Trend. Kicker, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sollen im Sportpark ihre ersten Schritte gehen. Ein Kurs, den Präsident Manfred Schwabl jüngst trotz eines holprigen Saisonstarts fortführen möchte und zu dieser Entscheidung steht.

Eine Ausnahme bildete daher Mitte September die Verpflichtung von Robert Müller. Zu diesem Zeitpunkt bereits 33 Jahre alt, fällt der Innnenverteidiger somit nicht mehr in das erklärte Beuteschema der Hachinger – steht allerdings kurz davor, sich in den Geschichtsbüchern der 3. Liga zu verewigen.

Datum des Rekordspiels noch unklar

Auf 327 Partien konnte der gebürtige Schweriner seine Drittliga-Bilanz nämlich seit der Unterschrift in Haching hochschrauben. Um zum bisherigen Rekordhalter Tim Danneberg und dessen 332 Einsätzen aufzuschließen, fehlen somit nach Adam Riese nur noch fünf Partien.

Gegen welchen Gegner dieser Meilenstein fallen wird, ist derweil noch nicht mit Sicherheit zu sagen. Zwei Nachholspiele hat die SpVgg noch in der Hinterhand, wobei das Nachbarschaftsduell mit Türkgücü – eigentlich für Anfang Dezember angesetzt – noch keinen Nachholtermin erhalten hat.

Auch mögliche Verletzungen oder gelbe Karten, derer drei Müller bislang im Haching-Dress gezeigt wurden, könnten noch eine Rolle spielen und machen es gänzlich unmöglich, heute schon das Datum seines Rekordspiels vorauszusagen.

In Haching gesetzt

Dass es kommen wird, scheint aber unbestritten. Beim ersten Spiel nach der Vertragsunterzeichnung noch auf der Bank, ist Müller seitdem aus der zentralen Hachinger Defensive nicht mehr wegzudenken: Keine einzige Minute verpasste der im Nachwuchs des HFC und Hertha BSC ausgebildete Verteidiger seitdem.

Da die Formkurve in der Münchner Vorstadt mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen deutlich nach oben zeigt und sich auch in dem Umstand niederschlägt, dass der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ausgebaut werden konnte, dürften sich an diesem Umstand vorerst auch nichts ändern.