Unterhaching: Schwäche bei Elfmetern kostet Sieg im Pokal

Schromm: "Ein sehr spezielles Thema bei der Spielvereinigung."

Paul Grauschopf beim Elfmeter gegen Marco Hiller

Paul Grauschopf (r.), Felix Schröter und Moritz Heinrich konnten ihre Elfmeter nicht verwandeln. ©Imago images/Jan Huebner

Es war angerichtet auf Giesings Höhen: Über 11.000 Zuschauer bedeuteten einen neuen Zuschauerrekord im bayerischen Verbandspokal und die Spieler des TSV 1860 München sowie der SpVgg Unterhaching nahmen diese Kulisse zum Anlass für eine intensive Gangart. In den Strafräumen beider Vereine tat sich allerdings wenig. Aus Hachinger Sicht war positiv, dass sich einige Ersatzspieler, die im Pokal ihre Chance bekamen, wie Grauschopf, Stierlin oder Dietz gut in die Mannschaft einfügten.

Letztgenannter besorgte sogar die 1:0-Führung für die Hachinger, die laut Trainer Claus Schromm ein „reiferes, stabileres Gesicht“ gezeigt hätten, als noch beim letzten Auftritt bei den Löwen. Diesen verlor die SpVgg am 28. Spieltag der Vorsaison mit 0:1, fand damals keinen Weg durch die 60iger Defensivreihen.

Ganzer Verein gefragt

In dieser Hinsicht verbesserte sich die SpVgg, hatte in der zweiten Halbzeit den Sieg auf den Füßen beziehungsweise auf dem Kopf von Florian Dietz. Die Chancen ließ Haching allerdings liegen – und verlor anschließend durch drei vergebene Strafstöße im Elfmeterschießen. Für Claus Schromm ein grundsätzliches Problem, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte.

Das Elfmeterschießen sei „ein sehr spezielles Thema bei der Spielvereinigung Unterhaching. Ich glaube die Quote ist unterirdisch einzigartig. Leider haben wir das wieder bestätigt. Leider nicht nur bei den Profis, im Verein, im ganzen NLZ. Jedes Hallenturnier, das ins Elfmeterschießen geht, egal wo Haching dabei ist: Da hört man immer die schlimmsten Geschichten.“

In der Tat hat die SpVgg vom Punkt so ihre Probleme. Stephan Hain vergab bekanntlich in der 2. Landespokal-Runde gegen Neutraubling einen Strafstoß, Alexander Winkler scheiterte in der Liga am sechsten Spieltag gegen Halle. Einzig Dominik Stroh-Engel brachte mit seinem verwandelten Elfmeter am achten Spieltag gegen Chemnitz Licht ins Dunkle.

Trösten kann sich die SpVgg nun damit, dass im Vergleich zum letzten Spiel bei den Löwen eine Weiterentwicklung bei der Mannschaft sichtbar war, zumal auch die Kicker aus der zweiten Reihe größtenteils überzeugten. Entwarnung gab es in dieser Hinsicht übrigens bei Niclas Stierlin, der verletzt ausgewechselt werden musste. Laut Schromm sehe es „doch nicht ganz so schlimm“ aus.

Weiter geht es für die Münchner Vorstädter dann am kommenden Samstag, wenn das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig auf dem Programm steht. Gut für die Nerven Schromms: zum Elfmeterschießen kann es dort nicht kommen.

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