VfB Lübeck: Gesprächsbereit bei Abgängen

Rocco Leeser macht die Tür auf

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 18.12.2020 | 10:10
Rocco Leeser, Rolf Martin Landerl und Lukas Pfeiffer.

VfB-Sportdirektor Rocco Leeser (l.) ist offen für Abgänge im Winter. ©imago images/Huebner

Mit einer Serie von vier Siegen konnte sich der VfB Lübeck von Ende Oktober bis Ende November etwas freischwimmen. Der Aufsteiger steht über dem berühmt-berüchtigten Strich, auch wenn der Vorsprung durch zuletzt vier sieglose Spiele und die Absage der Partie gegen Mannheim denkbar knapp ist.

Die Mannschaft von Trainer Rolf Martin Landerl scheint somit in der 3. Liga angekommen zu sein, und könnte im Winter Änderungen erfahrenn, aber nur unter einer Bedingung: „Neuzugänge nur, wenn uns Spieler verlassen. Wir sind gesprächsbereit“, erklärte Sportdirektor Rocco Leeser in den Lübecker Nachrichten.

Vier Nebenrollen im Lübecker Kader

Zu den Akteuren, die ihrerseits gesprächsbereit sein könnten, dürften diejenigen zählen, die im bisherigen Saisonverlauf nur eine untergeordnete Rolle spielten und auch für die restliche Runde wenig Aussicht auf Spielzeit besitzen.

Die beiden Innenverteidiger Sören Lippert und Tim Weißmann beispielsweise. Das Duo stand zwei bzw. drei Mal im Spieltagskader, ein Einsatz sprang dabei allerdings nicht heraus. Da die Innenverteidigung des VfB üppig besetzt ist, zeigte sich Lippert bereits offen für einen Abschied.

Auch die Offensivkräfte Morten Rüdiger und Nicolas Hebisch spielten, teils von Verletzungen ausgebremst, nur eine Nebenrolle. Auf das Duo wartet im Offensiven Mittelfeld sowie im Sturmzentrum große Konkurrenz, wo Landerl zuletzt seine Stammformation gefunden und nur bei Sperren oder Verletzungen umstellte. Zudem steht mit Elsamad Ramaj (Schlüsselbeinbruch) auf absehbare Zeit ein Offensiv-Allrounder wieder zur Verfügung.

Es erscheint daher schwer vorstellbar, dass der VfB dem Quartett große Steine in den Weg legen würde. Abgänge ohne Ersatz erscheinen aber eher unwahrscheinlich. Dann wäre der Kader mit 25 Spielern vergleichsweise dünn besetzt, was in der vollgepackten Saison 2020/21 mit dem jederzeit präsenten Risiko, durch Nachholspiele weitere englische Wochen absolvieren zu müssen, nach hinten losgehen könnte.