Moritz Stoppelkamp beim MSV

Moritz Stoppelkamp (r.) traf in der vergangenen Saison in beiden Spielen gegen den FCI. ©Imago images/MaBoSport

Der FC Ingolstadt verbrachte die Mini-Winterpause auf Platz zwei und schickt sich an, seine gute Ausgangsposition weiter zu verbessern. Zu Gast ist am Sonntag der MSV Duisburg, bei dem in den letzten drei Spielen ein Aufwärtstrend zu erkennen war. Reicht es so auch für etwas zählbares in Ingolstadt?

FC Ingolstadt: Ruhe an der Schanz

„Zeigen, dass es bei uns nichts zu holen gibt“, will vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg Ingolstadts Mittelfeldspieler Ilmari Niskanen. Der 23-Jährige ist eine Option für die rechte Außenbahn. Optionen gibt es dort auch durch Filip Bilbija und Caniggia Elva, während Maximilian Beister weiterhin verletzungsbedingt ausfällt.

In der Innenverteidigung wird Björn Paulsen zurückerwartet, was eine Stärkung für den FCI bedeutet. Im Mittelfeld könnte auch Schanzer-Talent Merlin Röhl zum Einsatz kommen, der Ende 2020 für Aufsehen sorgte.

Eine ruhige Winterpause erlebte der FC Ingolstadt. Die Mannschaft von Tomas Oral steht auf Platz zwei gut da, der Technische Direktor Florian Zehe sprach deshalb der Mannschaft das Vertrauen aus. Überzeugend sind vor allem die Heimauftritte des FCI. In acht Partien im Audi Sportpark gab es nur fünf Gegentore, satte 19 Punkte und damit Platz eins in der Heimtabelle.

Interessant: Die Schanzer lagen auf eigenem Geläuf noch nie zur Halbzeit in Rückstand. Stattdessen legten sie in vier ihrer sechs Heimsiege den Grundstein schon in den ersten 45 Minuten, wie zuletzt beim 1:0-Triumph gegen Hansa Rostock. Nur eins der letzten sechs Spiele verloren die Oberbayern, bei denen Balance und Stabilität stimmt.

MSV Duisburg: Vermeij der Hoffnungsträger

Während die meisten Drittligisten auf Testspiele verzichteten, setzte der MSV Duisburg gleich zwei an. Einer 0:2-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden folgte das 1:1 gegen Rödinghausen. Sicherlich am positivsten: Joshua Bitter und Connor Krempicki sammelten Spielpraxis. Ob sie allerdings schon gegen Ingolstadt mitwirken können? Sicherlich wird der MSV nichts überstürzen.

Zumal MSV-Trainer Gino Lettieri sein Grundgerüst gefunden hat, seine Startelf zuletzt meist nur marginal veränderte. Diesmal zwingen die Umstände ihn womöglich dazu, denn Moritz Stoppelkamp ist unsicher für Sonntag. Wilson Kamavuaka kehrt nach seiner Gelbsperre zurück, ist aber angeschlagen. Wird er fit dürfte er statt des nun seinerseits verletzten Max Jansen neben Tobias Fleckstein auflaufen. Eine Änderung ist gegen Ingolstadt zudem auf der linken Offensivseite möglich, wo Leroy-Jacques Mickels starten kann.

Lang ist’s her: MSV-Trainer Lettieri sammelte seine erste Trainererfahrung in Bayern und hatte auch mit dem FC Ingolstadt zu tun. 2004/05 bestritt er mit der SpVgg Bayreuth zwei Spiele gegen den FCI, später traf er mit dem SV Wehen Wiesbaden auf die Schanzer – alle drei Spiele gingen verloren.

Besser sah zunächst die MSV-Bilanz gegen die Oberbayern aus: Von den ersten elf Spielen gegen Ingolstadt verlor Duisburg nur eins. Von den letzten vier Partien gegen den FCI konnten die Zebras hingegen keine einzige für sich entscheiden. In Ingolstadt gab es gar nur einen Sieg in sieben Partien.

Was dem MSV hingegen Mut machen dürfte, sind die letzten drei Spiele. Keine Niederlage gab es in diesen, die Offensive zeigte sich mit sieben Toren treffsicher. Allein viermal netzte der Duisburger Angreifer Vincent Vermeij, der damit häufiger traf als in seinen vorherigen 13 Saisonspielen zusammen, ein.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Magenta Sport (Anstoß: Sonntag, 13 Uhr), Kommentar: Oskar Heirler. Moderation: Simon Köpfer

Tipp & Quoten zum Spiel

Der MSV Duisburg zeigte sich verbessert. Allerdings trifft er nun auf einen Gegner, der auf heimischem Rasen der defensivstärkste überhaupt ist. Das könnte letztlich den Ausschlag geben: Heimsieg. » Jetzt mit bwin Joker ohne Risiko auf den FC Ingolstadt tippen!