1860 München: Die „Sechs“ bleibt das Sorgenkind

Engpass im defensiven Mittelfeld

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 11.12.2020 | 10:50
Dennis Erdmann im Spielaufbau.

Dennis Erdmann könnte im Heimspiel gegen Mannheim wieder in die „Löwen“-Startelf rücken. ©imago images/Sportsword

Seit fünf Spielen ohne Sieg, vom Relegations- auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht – für 1860 München lief es zuletzt nicht gerade rund. Hinzu kommt die Unruhe durch die Vertragsauflösung mit Martin Pusic. Für Trainer Michael Köllner sind die Sorgen vor dem Heimspiel gegen Mannheim damit allerdings noch nicht komplett.

Denn der 50-Jährige wird am Samstag erneut sein defensives Mittelfeld umbauen müssen. Während Dennis Dressel nach seiner Zwei-Spiele-Sperre zum letzten Mal zuschauen muss, fehlt erstmals in dieser Spielzeit Daniel Wein, der am vergangenen Wochenende seine fünfte gelbe Karte sah.

Mit zwei „Achtern“ gegen Mannheim?

Wie reagiert Köllner nun gegen den Waldhof, bei dem ebenfalls wichtige Säulen fehlen werden? Dennis Erdmann dürfte sich in der Pole-Position um den freien Platz befinden und damit erstmals seit dem Unentschieden gegen Verl wieder in der Startelf der „Löwen“ stehen.

Davor ist eine „Doppel-Acht“ bestehend aus Erik Tallig und Fabian Greilinger denkbar. So wäre die Formation mit nominell nur einem „Sechser“ auf den ersten Blick zwar etwas offensiver bestückt, das Zentrum wäre trotzdem kompakt besetzt.

Ähnliches ließe sich aber, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, ebenfalls erreichen, indem Tallig ins defensive Mittelfeld-Zentrum rückt. Mit Erdmann als Absicherung könnte der 20-Jährige so das Spiel aus der Tiefe heraus lenken.

Balance entscheidend

Da der Gegner mit erst drei Treffern allerdings die schwächste Auswärts-Offensive der Liga stellt, scheint die „Doppel-Acht“ die wahrscheinlichste Lösung zu sein. Nach vier Treffern in den letzten vier Partien wird zudem die richtige Balance entscheidend sein, damit 1860 München auch auf dem Weg nach vorne wieder mehr Durchschlagskraft entwickelt.

Für die auf das Wochenende folgende englische Woche wird Köllner dann aber voraussichtlich wieder mehr Optionen haben. Wenn die „Löwen“ auf den Betzenberg fahren, sind Wein und Dressel wieder vollwertige Optionen.