1860 München: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Sascha Mölders und seine Mitspieler beim Torjubel

Feiert 1860 auch in der kommenden Saison noch? ©Imago/MIS

Die Löwen sind erstmals in der 3. Liga angekommen, nachdem es 2017 aus der 2. Bundesliga direkt in die Regionalliga ging. In zwei spannenden Spielen hatten sich die Sechziger gegen den FC Saarbrücken das Ticket zur höchsten Spielklasse des DFB gesichert, nachdem sie in der regulären Meisterschaft im Grunde ungefährdet den ersten Platz gemacht hatten.

Für die neue Saison erwarten viele vom Traditionsverein mit dem finanzstarken Investor schon fast den Durchmarsch. Daniel Bierofka hat alle Hände voll zu tun, die Erwartungen zu dämpfen, muss aber gleichzeitig noch seinen Trainerschein machen. Liga-Drei.de hat sich die Münchener genauer angesehen und gibt eine Einschätzung, wo die Blauen am Ende zu erwarten sind.

Kader & Transfers

Einige Neuzugänge von anderen Regionalliga-Klubs standen schon fest, bevor es in die Relegation ging. Danach verpflichtete 1860 vor allem Akteure mit Erfahrung auf höherem Niveau, wie Quirin Moll und Stefan Lex. Dazu kamen mit Simon Lorenz, Semi Belkahia und Efkan Bekiroglu hochveranlagte junge Spieler hinzu. Von den Abgängen gehörte kaum einer zum Stammpersonal der Aufstiegsmannschaft.

Praktisch überall stehen Daniel Bierofka sowohl erfahrene, als auch junge entwicklungsfähige Spieler zu Verfügung. Als Beispiel sei die Innenverteidigung genannt, wo Lorenz und Belkahia die Alternativen zum etablierten Duo Weber-Mauersberger sind.

Die offensiven Mittelfeldpositionen sind ebenfalls mehrfach besetzt, wobei zunächst auf rechts durch die Verletzung von Kodjovi Koussou kaum Konkurrenz für Stefan Lex herrscht.

Die aktuelle Form

Daniel Bierofka ist weitestgehend zufrieden, vor allem die Defensive hat es ihm angetan. Weder beim 1:0 gegen den russischen Erstligisten Ufa, noch gegen den türkischen Europa-League-Qualifikanten Basaksehir (0:0) gab es ein Gegentor.

Zudem sitzen die Standards, die sportlicher Leiter Günther Gorenzel zur wichtigen Waffe in der 3. Liga erklärte. Das Trainingslager in Tirol kann als voller Erfolg gewertet werden.

Stärken & Schwächen

Die zentrale Achse aus Innverteidigern, Sechsern und Sturm ist das Prunkstück der Mannschaft. Körperlich robust und erfahren dürfte sie die Löwen zu einem schwer zu knackenden Gegner machen.

Etwas weniger stark sind dagegen die Außenbahnen einzuschätzen. Die äußeren Verteidiger haben wenig Erfahrung oberhalb der Regionalliga gesammelt. Dasselbe gilt für die offensiven Flügelspieler, mit Ausnahme von Stefan Lex. Der Routinier ist bislang aber noch nicht überzeugend gewesen. Gerade gegen tiefstehende Mannschaften könnte es dem TSV an Überraschungsmomenten fehlen.

Daniel Bierofka als Trainer von 1860 München

Daniel Bierofka treibt das Löwen-Rudel an. ©Imago/foto2press

Der Trainer

Daniel Bierofka hat sein Team in der vergangenen Saison auf die Mission Aufstieg eingeschworen und ans Ziel geführt. Als Identifikationsfigur für den ganzen Verein ist er für Mannschaft und Fans gleichermaßen wichtig. Dass er wie in der Vorbereitung wegen des Erwerbs der Fußballlehrer-Lizenz nicht dauerhaft beim Training anwesend sein kann, könnte durchaus zum Problem werden.

Seinen Motivationskünsten vor dem Spiel wird das keinen Abbruch tun, ob aber seine Vorstellung vom System und der Spielweise ausreichend umgesetzt werden können, wird sich zeigen.

Die mögliche Startelf

In der vergangenen Saison wurde meist in einem 4-4-2 gespielt. In der höheren Spielklasse ist jedoch davon auszugehen, dass einer der Stürmer – wohl Efkan Bekiroglu oder Markus Ziereis – eher hängend agiert, während Sascha Mölders oder Adriano Grimaldi ganz in die Spitze gehen, sodass sich ein verkapptes 4-2-3-1 ergibt.

Gesetzt sind wohl die Innenverteidiger Felix Weber und Jan Mauersberger, sowie davor Neuzugang Quirin Moll als Sechser. Praktisch alle anderen Positionen – inklusive des Tors – sind umkämpft.

Die voraussichtliche Startelf: Marco Hiller – Eric Weeger, Felix Weber, Jan Mauersberger, Phillipp Steinhart – Stefan Lex, Quirin Moll, Daniel Wein, Alessandro Abruscia – Markus Ziereis – Sascha Mölders

Fazit & Prognose

Der Trainer könnte zum Schlüssel werden: Kann er Lehrgang und Training unter einen Hut bringen? Gerade in schlechten Phasen wären seine Präsenz und seine Fähigkeit, Spieler aufzurichten, unabdingbar.

Der Kader hat jedenfalls die Klasse und Erfahrung, sich in der 3. Liga zu behaupten. Für mehr fehlen jedoch die spielerischen Mittel. Wir erwarten die Löwen auf einem stabilen Mittelfeldplatz ohne Abstiegssorgen, wenn das Umfeld seine hohen Erwartungen zügeln kann.

Wo landet 1860 München in der Saison 2018/19? Jetzt direkt bei bwin darauf tippen & bis zu 100€ Bonus kassieren.