FC Ingolstadt wohl zurückhaltend auf dem Transfermarkt

Zehe verspürt "keinen Druck".

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 28.12.2020 | 11:29
Florian Zehe beim FC Ingolstadt

Florian Zehe ist mit der Entwicklung zufrieden. ©Imago images/Stefan Bösl

Schon im Sommer war es ruhig an der Ingolstädter Transferfront. Mit Maximilian Thalhammer war nur ein gewichtiger Abgang zu verkraften, verstärkt wurde der Kader punktuell, fünf Spieler wechselten an die Schanz.

Angesichts von Platz zwei, den der FCI momentan innehat, steht ein gutes Zwischenergebnis zu Buche, wobei das volle Potential des Kaders noch nicht ausgereizt ist. So kam beispielsweise Rico Preißinger erst zu einem Startelf-Einsatz, fiel zuletzt mit lädierter Schulter aus. Auch Linksverteidiger Dominik Franke hatte keine konstante Hinrunde und landete zuletzt im Lazarett, wo auch die Abwehr-Recken Björn Paulsen und Tobias Schröck zu finden waren.

Nicht gänzlich verschlossen

Doch die vermeintlich zweite Reihe nutzte ihre Chance. Im Dezember verlor der FCI keins seiner drei Spiele und gewann das wichtige Duell gegen Hansa Rostock. Dass mit Merlin Röhl ausgerechnet ein Eigengewächs, die seit Sommer 2019 verstärkt bei den Oberbayern eingebunden werden, den Siegtreffer erzielte, dürfte für die Schanzer Genugtuung bedeuten.

Der eingeschlagene Weg, mit individuellen Einzelkönnern und hungrigen Talenten zum Erfolg zu kommen, scheint sich auszuzahlen und so breitet sich aufgrund des anstehenden Winter-Transferfensters keine Hektik aus. „Wenn sich die Möglichkeit ergibt, die uns insgesamt besser macht, denken wir darüber nach“, so der Technische Direktor Florian Zehe über mögliche Transfers auf der Vereinshomepage. „Aber die Jungen machen es sehr gut, es kommen doch eine ganze Reihe an Rekonvaleszenten zurück, die den Kader noch stärker machen. Insofern gibt es keinen Druck.“

Womöglich hängen mögliche Transfers auch davon ab, wie schnell die verletzten Akteure wieder einsteigen können. Schon im Januar stehen ganze sechs Spiele an, in denen der FCI seinen Status als Aufstiegsaspirant festigen muss.