SV Meppen: Frings nach Niederlage bedient

SVM-Coach hadert mit Auftritt seiner Mannschaft

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 18.01.2021 | 09:33
Torsten Frings

Torsten Frings wartet seit zwei Spielen auf einen Sieg und einen Treffer seiner Mannschaft. ©Imago images/Sven Simon

„Ohne Saft und Kraft“ sah Torsten Frings seine Mannschaft bei der 0:2-Niederlage gegen die U23 des FC Bayern Mitte der letzten Woche. Eine bessere Vorstellung legte der SVM am gestrigen Sonntag gegen Duisburg auf den Rasen, allerdings reichte es bei der 0:1-Pleite wieder nicht zu Punkten – was Frings ärgerte.

„Ich bin auf jeden Fall stinksauer, weil hier musst du nicht verlieren“, so der SVM-Coach nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport. Entschieden wurde das Spiel durch ein Standar-Tor von Duisburgs Wilson Kamavuaka – das zu vermeiden gewesen wäre.

„Wir haben es ganz klar angesprochen, dass Kamavuaka sich immer auf den zweiten Pfosten schleicht. Umso ärgerlicher ist es“, so Frings weiter. Seiner Mannschaft wollte der einstige Nationalspieler das Bemühen nicht absprechen, sah sie jedoch wie schon gegen die „Bayern Amateure“ zu hektisch agieren.

Bollwerk zurzeit offen

Nach den zwei Niederlagen in Folge muss der SVM den Blick wieder nach unten richten. Zwar ist die Lage weitaus nicht so bedrohlich wie zu Saisonbeginn, dennoch gibt der Trend Anlass zur Besorgnis. Zum zweiten Mal in Folge gelang kein eigener Treffer. Auch Winter-Neuverpflichtung Tom Boere konnte dabei noch nicht helfen.

Die Abwehr, die zwischenzeitlich in vier Partien in Folge ohne Gegentor blieb, zeigte sich zuletzt anfällig. Beim 1:4 gegen Türkgücü München kurz vor Weihnachten bekam der SVM seine linke Defensivseite nicht zu, gegen die FC Bayern U23 hatten die Emsländer große Schwierigkeiten mit dem Pressing des Gegners und präsentierte sich in diesem Spiel bereits nicht sattelfest bei Standards – ein Merkmal, das jetzt gegen Duisburg letztlich den Sieg kostete.

Es ist verschenktes Potential, denn eigentlich weiß der SVM, wie das eigene Tor verteidigt werden kann. Siebenmal hielt die Frings-Elf bereits die Null – zusammen mit Dynamo Dresden und dem KFC Uerdingen Ligahöchstwert. Auf diese Stärken müssen sich Domaschke und Co. am kommenden Wochenende konzentrieren. Dann nämlich reist der SVM zum TSV 1860 München und damit zur besten Offensive der Liga.